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Pole-Sensation: Carpenter schlägt Andretti und Penske!

Ed Carpenter schafft die Sensation und schlägt im Qualifying zum Indy 500 die versammelte Andretti- und Penske-Armada - schwere Schlappe für Honda

(Motorsport-Total.com) - Ganz stark! Ed Carpenter schaffte in der Qualifikation zum diesjährigen Indy 500 die riesengroße Überraschung und holte sich in seinem Carpenter-Chevrolet mit der Startnummer 20 die so prestigeträchtige und lukrative Pole-Position zum "Greatest Spectacle in Racing". Dem einzigen Owner/Driver im gesamten Feld gelang dabei das Kunststück, im Top-9-Shootout die versammelte Konkurrenz von Andretti Autosport und Team Penske hinter sich zu lassen.

Ed Carpenter

Owner/Driver Ed Carpenter bezwingt in der Qualifikation die großen Teams Zoom

Seine vier fliegenden und entscheidenden Runden erledigte der 32-jährige Lokalmatador und Stiefsohn von Ex-IRL-Chef Tony George mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 228,762 Meilen pro Stunde. Dies entspricht einem Schnitt von 368,16 km/h. Schneller als Carpenter war auf dem 2,5 Meilen langen Indianapolis Motor Speedway zuletzt Penske-Pilot Sam Hornish Jr. (228,985) in der Saison 2006.

"Es war das erste Mal, dass wir wirklich eine Chance auf die Pole-Position gehabt haben und dementsprechend aggressiv gingen wir ans Werk", beschrieb Carpenter die Mentalität in seinem kleinen Einwagen-Team. "Vor dem entscheidenden Shootout habe ich meinem Team gesagt, dass ich schon sauer wäre, wenn wir diese Runden zu konservativ angehen. Ich bin wirklich stolz." Und natürlich um 100.000 US-Dollar reicher, dazu bekommt die Startnummer 20 noch 15 Meisterschaftspunkte.


Die Höhepunkte vom Pole-Day

"Ich wollte heute ein Statement abgeben und mit gutem Beispiel vorangehen, warum wir alle hier sind", ergänzte Carpenter, der jedoch gleichzeitig auf die Euphoriebremse trat: "Es hat Spaß gemacht und es bedeutet uns sehr viel. Aber wenn wir diese Performance im Rennen nicht mehr abrufen können, dann ist diese Pole leider auch nicht viel wert." DIe Konkurrenz ist gewarnt: Oval-Spezialist Carpenter gewann in seiner Karriere bereits zwei Oval-Rennen in Kentucky und Fontana.

Munoz wie Montoya?

Zweiter wurde Indy-500-Rookie Carlos Munoz vor Marco Andretti (3.; beide Andretti-Chevrolet). Zumindest beim 21-jährigen Kolumbianer gab es überhaupt keine Spur der Enttäuschung - im Gegenteil. "Es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie es sich anfühlt, beim Indy 500 in der ersten Startreihe zu stehen", jubelte Munoz. Sein großes Vorbild heißt bekanntlich Juan Pablo Montoya. "Ich bin erst 21 und quasi noch ein kleines Kind", so Munoz. "Und nun stehe ich genauso wie damals Montoya in Reihe eins." Der prominente Landsmann gewann das Indy 500 im Jahr 2000.

Carlos Munoz

Wie Idol Montoya: Carlos Munoz startet als Zweiter in sein erstes Indy 500 Zoom

Mit dem Venezolaner Ernesto Viso kam ein weiterer Andretti-Pilot auf Platz vier vor dem Penske-Duo A.J. Allmendinger (5.) und Will Power (6.). Der Australier hatte in der normalen Qualifikation in 228,844 Meilen pro Stunde den schnellsten Schnitt in den Indy-Asphalt gebrannt, konnte dies im Top-9-Shootout aber nicht mehr wiederholen. Startreihe drei bilden Ryan Hunter-Reay (Andretti; 7.) Helio Castroneves (Penske; 8.) und James Hinchcliffe (Andretti; 9.).

"So ist Indy", sagte "Spiderman" Castroneves lapidar. "Wir wollen die Pole, aber wir haben es nicht geschafft. Es war heute sehr schwierig, die vier Runden am Stück durchzubringen. Aber am Ende zählt nicht, wo du startest. Am Ende zählt der Platz, auf dem du ins Ziel kommst." Knapp am Top-9-Shootout scheiterte J.R. Hildebrand im besten Panther-Chevrolet, der am 26. Mai als Zehnter ins Rennen gehen wird.

Böse Schlappe für Honda

Honda bekam am Pole-Day eine saftige Abreibung. Alex Tagliani (Herta) war als Elfter der schnellste Pilot mit Japan-Power. Scott Dixon als bester aus der Ganassi-Truppe startet als 16., einen Platz vor Indy-500-Titelverteidiger Dario Franchitti. Was aber noch nichts bedeuten muss: Vor Jahresfrist ging der Schotte als 16. ins Rennen - und gewann. Die beiden weiteren Ganassi-Platzierungen: Charlie Kimball startet als 19., IndyCar-Rückkehrer Ryan Briscoe geht von Startplatz 23 aus ins Rennen.

Dario Franchitti

Was kann Dario Franchitti von Startplatz 17 aus erreichen? Zoom

Gerade noch in die Top 24 rutschte Simona de Silvestro als 24. Der 24-jährigen Schweizerin reichte dabei in ihrem zweiten von drei möglichen Anläufen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 225,226 Meilen pro Stunde (362,47 km/h) über ihre vier fliegenden Runden. Ihr routinierter KV-Teamkollege Tony Kanaan kam auf einen grundsoliden zwölften Platz, Takuma Sato im Foyt-Honda ordnete sich als 18. inmitten der Ganassi-Phalanx ein.

Lange Gesichter gab es hingegen im Rahal-Team. Lediglich James Jakes (20.) schaffte den Sprung in die Top 24. Graham Rahal ist wohl der größte IndyCar-Star, dem am Pole-Day noch nicht der Sprung ins Startfeld gelang, und der damit auf den sonntäglichen Bump-Day hoffen muss. Dieser Bump-Day erfuhr am Samstag noch eine kräftige Würzung, weil Katherine Legge kurzfristig einen Sam-Schmidt-Honda mit der Startnummer 81 qualifizieren könnte. Sollte es so kommen, wäre dies Meldung Nummer 34 für die 33 Startplätze zum 97. Indy 500.

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