Bitterer zweiter Platz: O'Ward trauert möglichem Indy-500-Sieg nach

Der Zweite ist der erste Verlierer: Patricio O'Ward hätte das Indy 500 um ein Haar gewonnen - Am Ende musste er sich Josef Newgarden geschlagen geben

(Motorsport-Total.com) - Das Indianapolis 500 der IndyCar-Saison 2024 musste wegen Wetterkapriolen um ganze vier Stunden verschoben werden, doch die Zwangspause tat der Spannung keinen Abbruch. Die Entscheidung des Oval-Klassikers fiel erst in der letzten Runde zugunsten von Josef Newgarden, der Patricio O'Ward überholte und damit zum zweiten Mal in Folge das Indy 500 gewann. O'Ward trauert seinem knapp verpassten Sieg nach.

Titel-Bild zur News: Pato O'Ward beim Indy 500 2024 im McLaren

Pato O'Ward wurde beim Indy 500 nur Zweiter Zoom

Die 108. Auflage des Rennens hatte es in sich: O'Ward im McLaren und Newgarden im Penske-Chevrolet lieferten sich an der Spitze ein heißes Duell, bei dem die Führung ständig wechselte. Als die weiße Flagge geschwenkt wurde, schob sich Newgarden in Kurve 3 am Mexikaner vorbei und holte den Sieg für Teamchef Roger "The Captain" Penske.

Zum zweiten Mal in seiner Karriere musste O'Ward als Zweiter zusehen, wie ein anderer Fahrer den Indy-500-Sieg feierte, während er als erster Verlierer nicht in den Genuss der Siegesmilch kam. 2022 verlor der 25-Jährige das Duell gegen Marcus Ericsson. Entsprechend bedient ist der McLaren-Pilot, der seinen Traum vom Indy-500-Sieg erneut knapp verpasste.

"Es war ein sehr stressiges Rennen", sagt er. "Es ging auf und ab, die ganze Zeit. Das Auto war zeitweise nicht einfach zu fahren. Ich habe versucht, das Tempo so gut wie möglich zu halten. Ich denke, das ist mir gelungen. Ich habe alles vorbereitet, um am Ende eine Chance auf den Sieg zu haben. Es tut nur weh, weil mir nur zwei Kurven gefehlt haben."

Dennoch ist O'Ward froh, "das Rennen beendet zu haben". Und er gratuliert Newgarden zu seinem zweiten Sieg in Folge. "Ich würde dieses Rennen wirklich gerne gewinnen", sagt der McLaren-Pilot. "Ich habe nichts zu verlieren, deshalb habe ich jedes Mal ein Lächeln auf den Lippen, wenn ich hier an den Start gehe und eine neue Chance bekomme."

Ein Faktor, der O'Ward vielleicht etwas gebremst hat, war seine Gesundheit. Der Mexikaner kämpfte unter der Woche mit einer Erkältung und hatte sogar Fieber. Trotzdem führte er das Rennen zwölf Runden lang an - eine zu wenig. "Es war ein harter Monat", gibt er zu. "Es steckt so viel Arbeit in diesem Rennen. Wenn es dann nicht klappt, setzt das viele Emotionen frei."

"Es war eine emotionale Achterbahnfahrt, auf der es nicht immer perfekt lief", erkälrt der 25-Jährige. "Aber das Team hat einen fantastischen Job gemacht, mir eine Chance gegeben und eine gute Strategie ausgearbeitet." Das, so O'Ward, sei der Schlüssel gewesen, um überhaupt eine Chance zu haben, das Indy 500 zu gewinnen. Und er fügt hinzu: "Für mich war es wahrscheinlicher, das Auto zu zerstören, als es in einem Stück nach Hause zu bringen. Heute sind wir Zweiter."

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