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IMSA-Trennung zwischen Acura und Penske: "Captain" jetzt nach Le Mans?

Penske und Acura gehen nach der IMSA-Saison 2020 getrennte Wege - Weg der Honda-Nobelmarke unklar, Penske orientiert sich nach Frankreich

(Motorsport-Total.com) - Der Honda-Ableger Acura und das Team Penske haben am Dienstag verkündet, in Zukunft getrennte Wege zu gehen. Die Partnerschaft, die im Gewinn der IMSA SportsCar Championship 2019 gipfelte, wird nach der Saison 2020 nicht fortgesetzt.

Alexander Rossi

Die Ehe zwischen Penske und Acura wird nach drei Jahren wieder geschieden werden Zoom

Das legendäre Team des "Captains" und die Nobelmarke von Honda hatten 2017 einen Dreijahresvertrag unterzeichnet, der Ende dieses Jahres ausläuft. Gemeinsam holte die Partnerschaft vier Siege - einen 2018 mit Helio Castroneves und Ricky Taylor sowie drei in 2019 mit Juan Pablo Montoya und Dane Cameron, die auch den Titel holten.

Unerfüllt blieb dagegen die Sehnsucht nach einem Sieg bei den 24 Stunden von Daytona und den 12 Stunden von Sebring. Zumindest Letzteres ist noch möglich, da das 12-Stunden-Rennen im November nachgeholt wird. Einen Schuss gibt es auch noch beim Petit Le Mans, einer weiteren Baustelle, die noch zu gewinnen wäre.

Der Grund für die Trennung bleibt verklausuliert. "Wir sind stolz auf das, was unsere beiden Parteien in den vergangenen drei Jahren auf die Beine gestellt haben, aber konnten schlicht keine gemeinsame Linie finden, wie wir in Zukunft Rennsport betreiben wollen", sagt Penske-Teamchef Tim Cindric.

Wie geht es weiter?

Acuras Ankündigung muss nicht zwangsweise das Ende der Einsätze des ARX-05 bedeuten. Allerdings wird seitens Acuras auch nicht betont, dass die Einsätze weitergehen werden. Denkbar wäre eine Fortführung des Programms auf Kundensportbasis nach Cadillac-Vorbild. Allerdings standen in der IMSA schon vor Corona DPi-interessierte Teams (zum Langstrecken-ABC!) nicht gerade Schlange.

"Wir konnten schlicht keine gemeinsame Linie finden, wie wir in Zukunft Rennsport betreiben wollen." Tim Cindric

Andererseits gibt es auch Gerüchte um einen NASCAR-Einstieg von Honda im Zuge des neuen Fahrzeugs. Allerdings war auch das vor Corona.

Penske macht derweil keinen Hehl mehr daraus, dass man gerne einen dritten (und wahrscheinlich auch vierten und fünften) Versuch bei den 24 Stunden von Le Mans unternehmen möchte. Roger Penske hatte seine Ambitionen bereits im Januar deutlich gemacht und im Juni unterstrichen.

"Sportwagen sind ein großer Bestandteil der Historie des Teams Penske. Wir sind gewiss interessiert, eines Tages mit dem richtigen Partner unter den richtigen Voraussetzungen nach Le Mans zu gehen", sagt Cindric.

Mit Acura hätte selbst bei einer Zulassung der DPi-Boliden beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans ein Einsatz nur bedingt Sinn gemacht, weil die Marke Acura nur in Nordamerika bekannt ist. Ein Rebranding in Honda hätte wiederum in der Heimat für Verwirrung gesorgt.

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