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Ford-Direktor erklärt: Darum baut man Mustang GT3 statt LMDh-Prototypen

Ford baut lieber einen Mustang GT3 statt ein LMDh-Fahrzeug: Mark Rushbrook nennt die Hintergründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben

(Motorsport-Total.com) - Der Ford Motor Company gelang am Rande der 24h Daytona 2022 ein echter Paukenschlag, als man erklärte, eine GT3-Version des Mustangs zu bauen und sie ab der Saison 2024 in der IMSA-Serie einsetzen zu wollen. Dabei wurde Ford auch Interesse an einem Einstieg in die LMDh-Klasse nachgesagt, was durch die Ankündigung vom Tisch ist.

Ford Mustang GT3

Der Ford Mustang GT3 soll ab der Saison 2024 in der IMSA-Serie starten Zoom

Doch was hat dazu geführt, dass Ford sich lieber zur GT3- als zur LMDh-Klasse bekannt hat? "Für uns war für die Entscheidung pro Mustang und pro GT3 ausschlaggebend, dass wir etwas haben, das relevanter ist oder mehr mit einem Serienauto zu tun hat", sagt Mark Rushbrook, Global Director of Ford Performance Motorsports, bei 'Dailysportscar'.

"Denn man beginnt mit einer Serienkarosserie, man beginnt mit einem Coyote-Serienblock und Coyote-Serienköpfen [Coyote ist eine Motorenfamilie bei Ford; Anm. d. Red.]. Und das ist bei LMDh natürlich nicht der Fall. Das heißt nicht, dass LMDh der falsche Weg ist. Für uns bedeutet es nur, dass wir mehr Wert auf den direkten Bezug legen."

Tatsächlich übernimmt man bei Ford Performance genau jenen 5,0-Liter-V8-Saugmotor aus der Coyote-Familie als Basis für das Renntriebwerk. Entwickelt wird der Rennmotor von Fords WRC-Partner M-Sport. Und beim Fahrzeugbau vertraut man auf einen alten Partner aus WEC-Tagen: Multimatic wird in die Entwicklung miteinbezogen.

Ford-Direktor: Mehr Serienrelevanz im GT3-Rennsport

Aufgrund all dieser Umstände sei ein Engagement in der LMDh-Kategorie derzeit auch "nicht das richtige Programm für uns. Mit unserem Straßenfahrzeugprogramm und dem Wissen, dass der Ford GT nicht mehr produziert wird, ist es einfacher, einen GT mit einem LMDh in Verbindung zu bringen, als einen Mustang mit einem LMDh", erklärt Rushbrook.


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Ein weiterer Grund für Fords Entscheidung liegt in den jüngsten Entwicklungen der IMSA. Die GTLM-Klasse mit den teuren GTE-Boliden hat ausgedient, stattdessen hat mit Saisonbeginn 2022 die GT3-basierte GTD-Pro-Kategorie das Zepter übernommen. Durch den Wechsel sei der Schritt in Richtung GT3 "eine ziemlich einfache Entscheidung" gewesen, so Rushbrook.

Auch ein LMDh-Engagement als reiner Motorenlieferant ist derzeit keine Option für Ford, auch wenn Rushbrook verrät: "Man ist diesbezüglich an uns herangetreten, aber das ist nichts, was wir verfolgen." Trotzdem hält er sich interessanterweise für die Zukunft alle Möglichkeiten offen. Für die LMDh-Kategorie findet Rushbrook nämlich lobende Worte.

"Ich glaube, dass die LMDh-Formel ein großartiges Regelwerk ist. Und ich glaube, dass es sehr erfolgreich sein wird", betont er. Dennoch geht man bei Ford nicht den gleichen Schritt wie die US-Konkurrenz von General Motors. Deren Marke Cadillac arbeitet an einem LMDh-Prototypen, mit dem man ab 2023 in der IMSA-Serie antreten möchte.

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