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  • 10.06.2011 · 22:54

Zolder: Stuck erobert im Regen die Pole-Position

Ferdinand Stuck hat in Zolder seine erste Pole-Position im ADAC GT-Masters erobert - Im zweiten Lauf wird Porsche-Pilot Daniel Dobitsch von Platz eins starten

(Motorsport-Total.com) - Zwei Newcomer im ADAC GT-Masters verblüfften im Zeittraining beim Auslandsgastspiel im belgischen Zolder. Auf regennasser Strecke "schwamm" Ferdinand Stuck (19, Österreich) im Reiter-Lamborghini Gallardo zu seiner ersten Pole-Position im GT-Masters. Ein Taktiktrick sicherte Daniel Dobitsch (27, Italien) im Auto-Tech-Porsche 911 den besten Startplatz für das zweite Rennen. Dobitsch riskierte auf leicht abtrocknender Strecke den Start auf profilosen Slicks und pokerte damit richtig.

Ferdinand Stuck

Ferdinand Stuck hat den Reiter-Lamborghini auf die Pole-Position gestellt

Ein Regenschauer pünktlich zu Beginn des Zeittrainings mischte die Karten auf der ehemaligen Formel-1-Strecke in Zolder neu und sorgte für rutschige Streckenverhältnisse. Nach einer Bestzeit von Johannes und Ferdinand Stuck im Freien Training zeigte Ferdinand Stuck, dass er seinen Reiter-Lamborghini auch bei schwierigen nassen Bedingungen beherrscht. Mit einem Minimalvorsprung von 0,014 Sekunden sicherte sich Stuck den ersten Startplatz für das Rennen am Samstag vor Lance-David Arnold (25, Duisburg) im Mercedes-Benz SLS AMG von Heico-Motorsport.

Der Jubel des jüngsten Sohns von Hans-Joachim Stuck fiel dementsprechend groß aus. "Es war ein sehr schwieriges Qualifying, zumal ich wenig Erfahrung im Regen habe. Ich bin überglücklich, dass ich meine erste Pole-Position eingefahren habe und freue mich noch mehr, dass ich die Pole im Regen geholt habe." Drittschnellster war Alexandros Margaritis (26, Köln) im BMW Alpina B6 aus dem Team-Engstler vor Luca Ludwig (22, Bonn) im ABT-Audi R8 LMS. Der letztjährige Champion Albert von Thurn und Taxis (27, Regensburg) fuhr im Reiter-Lamborghini Gallardo auf Startplatz sieben.

Eine handfeste Überraschung gab es im Qualifying für das zweite Rennen am Sonntag. Auf leicht abtrocknender Strecke purzelten in den letzten Minuten die Zeiten. Am Ende lag Dobitsch im Porsche 911 von Fach-Auto-Tech ganz vorn. Der Porsche-Pilot, der in diesem Jahr seine erste Saison im GT-Masters bestreitet, pokerte richtig und setzte trotz der nassen Strecke auf profillose Slicks.

"Mein Teamchef Alex Fach hat die Entscheidung getroffen, dass ich es auf Slicks versuchen soll", sagt Dobitsch freudestrahlend nach dem Zeittraining. "Erst war es auf der nassen Strecke extrem schwierig mit den Slicks, doch in der letzten Runde ging es dann wesentlich besser. Nachdem wir das Risiko eingegangen sind, habe ich das Beste daraus gemacht."

Swen Dolenc, der Teamkollege von Dobitsch ergänzt: "Wir hatten uns vorgenommen an diesem Wochenende etwas weiter vorn zu stehen. Aber dass es gleich die Pole wird, ist sensationell!" Gemeinsam mit Dobitsch aus der ersten Startreihe startet Dino Lunardi (32, Frankreich) im BMW Alpina B6. Aus der zweiten Startreihe gehen am Sonntag Christopher Haase (23, Kulmbach) im Phoenix-Racing Audi R8 und Thomas Holzer (25, Augsburg) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 ins Rennen.

Über sein bestes Qualifyingergebnis im GT-Masters durfte sich auf seiner Heimstrecke der gebürtige Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen (44, Monaco) freuen. Der ehemalige Formel-1-Star stellte seine Callaway-Corvette auf den elften Startplatz für das Rennen am Sonntag.

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