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Maro Engel kämpft in Hockenheim gegen zwei Unserien: "Vielzahl von Gründen"

Engel/Stolz haben noch kein Saisonrennen gewonnen, Mercedes-AMG ist seit 2012 in Hockenheim sieglos: Warum Engel ruhig bleibt und welches Ziel er im Badischen hat

(Motorsport-Total.com) - Das Mercedes-AMG-Lager hofft, beim ADAC GT Masters in Hockenheim eine Unserie zu beenden: Im badischen Motodrom konnten GT3-Fahrzeuge mit dem Stern auf dem Grill erst ein einziges Rennen gewinnen. 2012 war das, als Sebastian Asch und Maximilian Götz mit ihrem Finalsieg im SLS den Titelgewinn in der heutigen Deutschen GT-Meisterschaft fixierten.

Luca Stolz, Maro Engel

Maro Engel hofft in Hockenheim auf weitere Podiumsplatzierungen Zoom

Seitdem trug das ADAC GT Masters 16 Rennen in Hockenheim aus. Die Siege in diesen 16 Läufen teilen sich auf die Marken Ford (2x), Corvette (4x), Audi (5x), Porsche (3x) und Lamborghini (2x) auf. Geht diese Sieglosserie von Mercedes-AMG in diesem Jahr zu Ende? "Gerne würden wir natürlich auch ein Rennen gewinnen, keine Frage", sagt Maro Engel vor dem Wochenende.

Engel und sein Teamkollege im Toksport-WRT-Mercedes #22, Luca Stolz, kämpfen allerdings selbst gegen eine kuriose Serie an: Fünf der letzten sechs Läufe beendeten sie auf dem zweiten Platz, hinzu kommt Rang 16 beim Sonntagsrennen in Zandvoort. Einen Sieg haben sie in der laufenden GT-Masters-Saison noch nicht eingefahren.

Maro Engel mit weiterem Podium in Hockenheim zufrieden

Sollte man in Hockenheim erneut auf das Podest fahren, wäre Engel "damit zufrieden. Grundsätzlich: Wenn du im ADAC GT Masters auf dem Podium stehst, hast du einen sehr guten Job gemacht. Das Level ist unheimlich hoch, wie wir alle wissen. Von daher ist es für uns natürlich das Ziel, auch an diesem Wochenende wieder auf das Podium zu fahren."


ADAC GT Masters 2021: Teaser Nürburgring

Video-Teaser zum Saisonfinale des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring 2021

Doch das wird im hart umkämpften Feld des ADAC GT Masters kein einfaches Unterfangen. Zumal Engel/Stolz erst einmal das erste Mercedes-AMG-Podium in Hockenheim seit Maximilian Götz/Indy Dontje im Samstagsrennen 2019 einfahren müssen. Aber warum tut man sich dort so schwer? "Da gibt es sicher eine Vielzahl von Gründen", meint Engel.

"Aber ganz klar ist, dass hier andere Marken eher favorisiert sind und dass wir versuchen müssen, aus diesem Wochenende das meiste herauszuholen. Aber ich glaube dennoch, wenn wir einen guten Job machen, dass es möglich ist, mit unserem Auto zumindest um den Sieg zu kämpfen. Wir werden dann morgen und am Sonntag sehen, wie das Kräfteverhältnis wirklich aussieht."

FT1: Zwei Mercedes-AMG GT3 in den Top 10

Im ersten Freien Training schien es zumindest so, als wäre Lamborghini die Marke, die es an diesem Wochenende zu schlagen gilt. Mit der Bestzeit durch Ineichen/Perera, Platz drei durch Bortolotti/Mapelli und Rang fünf durch Paul/Ghiotto landeten gleich drei Huracan GT3 Evo in den Top 5. (Alle Infos zum Hockenheim-Event)

Doch auch Mercedes-AMG war einigermaßen gut dabei. Gounon/Walilko erreichten im Zakspeed-Mercedes #13 die zweite Position, der Landgraf-Mercedes #70 (Marciello/Buhk) landete als Neunter immerhin noch in den Top 10. Engel/Stolz hingegen kamen nach einem Dreher im Training nur auf die 27. Position mit einem Rückstand von 2,8 Sekunden.

Kein Beinbruch, immerhin testete man bereits am Donnerstag in Hockenheim. Als Ziel gibt Engel aus: "Für uns gilt weiterhin die Devise, das Beste herauszuholen aus jedem Rennen und so oft wie möglich auf das Podium zu fahren." Und vielleicht springt am Ende sogar der erste Saisonerfolg und der erste Mercedes-AMG-Sieg im Motodrom seit 2012 heraus.

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