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Nürburgring: Filippi triumphiert im Hauptrennen

Luca Filippi hat das GP2-Hauptrennen für die Coloni-Mannschaft gewonnen - Christian Vietoris und Kevin Mirocha beim Heimrennen auf dem Nürburgring im Pech

(Motorsport-Total.com) - Schwarze Wolken hingen am Himmel über der Nürburg, doch der Regen blieb im Hauptrennen der GP2 aus. Luca Filippi sorgte für große Freude bei der bislang erfolglosen Coloni-Mannschaft. Der Italiener war für diese Wochenende zu dem italienischen Team bewechselt und bedankte sich gleich mit dem Sieg bei seinem 100. GP2-Rennen. Hinter Charles Pic komplettierte Romain Grosjean das Podium. Damit baute der Renault-Testfahrer seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Die beiden Vertreter aus Deutschland schieden bereits nach wenigen Kurven aus.

Luca Filippi

Der Italiener Luca Filippi hat am Samstag bei seinem 100. GP2-Start gewonnen

Pic nutzte seine Pole-Position perfekt und bog als Führender in die enge Haarnadel ein. In der engen Mercedes-Arena kamen die Piloten zunächst gut durch, aber das Safety-Car musste dann doch auf die Strecke gerufen werden. Pal Varhaug und Kevin Mirocha waren kollidiert. Ihre Boliden standen auf und neben der Strecke und mussten weggeräumt werden. Für den jungen Deutschen war das Rennen nach wenigen Kurven vorbei. Großes Pech hatte auch Christian Vietoris. Davide Valecchi war dem Deutschen ins Heck gekracht.

Der Italiener beschädigte sich dabei den Frontflügel, während der DTM-Pilot sein Auto ohne Heckflügel an die Box schleppte. Dort stieg er enttäuscht aus. Nach wenigen Kurven waren beide Piloten aus Deutschland eliminiert. In beiden Fällen war ein Konkurrent in ihre Renner gekracht. Valsecchi holte sich einen neuen Frontflügel und hetzte dem Feld hinterher, das weiterhin hinter dem Safety-Car fuhr.


Fotos: GP2 in Deutschland, Samstag


Die Reihenfolge an der Spitze lautete Pic, vor Filippi, Jules Bianchi, Grosjean und Giedo van der Garde. Der Schweizer Fabio Leimer überstand die hektische Startphase als Sechster. In Runde drei gab das Safety-Car das Rennen wieder frei. An der Spitze änderte sich nichts und alle kamen gut durch die Mercedes-Arena. In der Zwischenzeit untersuchte die Rennleitungen den Frühstart von Julian Leal. Eine Durchfahrtsstrafe wurde fällig.

Filippi übernimmt Führung nach den Stopps

Bereits nach sieben Runden kamen die ersten Piloten des Mittelfeldes an die Box. Darunter waren auch van der Garde und Esteban Gutierrez. Letzterer duellierte sich gleich in der Boxenausfahrt und in den ersten Kurven mit Leal, der gerade seine Strafe abgesessen hatte. Stefano Coletti und Adam Carroll wären in der Boxengasse fast kollidiert. Anschließend verhängte die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe gegen Coletti, weil sein Team ihn zu früh losgeschickt hatte. Das Feld wurde durch die frühen Stopps weit auseinander gerissen. Die Top 4, angeführt von Pic, lagen innerhalb von fünf Sekunden und beobachteten sich gegenseitig.

In Runde zwölf kamen Sam Bird und Grosjean zu ihren Pflichtboxenstopps. Der Franzose kam deutlich vor Frühstopper van der Garde hinaus. Die Taktik mit dem frühen Service hatte sich nicht ausgezahlt. Bianchi und Pic folgten einen Umlauf später. Grosjean überholte dabei Bianchi, während Pic weiterhin virtuell die Führung behielt. Filippi kam als Letzter der Spitzengruppe an die Box und reihte sich vor Pic wieder ein.


Fotos: GP2 in Deutschland, Girls


Somit führte nach den absolvierten Boxenstopps Filippi vor Pic, Grosjean, van der Garde und Bianchi. Grosjean erhöhte das Tempo und fuhr reihenweise die schnellsten Rundenzeiten. Der Dreikampf für die Schlussphase war angerichtet. Die Verfolgergruppe wurde lange von Valsecchi aufgehalten. Als er schließlich an die Box abbog, nutzte Bianchi die Möglichkeit und ging an van der Garde vorbei. Somit war der Ferrari-Youngster Vierter.

Grosjean baut Meisterschaftsführung aus

An der Spitze nutzte Filippi die Gunst der Stunde und setzte sich leicht von seinen Verfolgern ab. Coloni hatte in dieser Saison erst einen Punkt erobert. Nun war die Mannschaft mit dem neuen Piloten auf Kurs zu deren zehn. Filippi machte in der Schlussphase mit schnellsten Runden alles klar und fuhr den Sieg sicher bis ins Ziel. Pic kam fünf Sekunden hinter dem Italiener über die Linie und belegte den zweiten Platz.

Grosjean komplettierte als Dritter das Podium und hat seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf zwölf Punkte ausgebaut. Bianchi konnte die Lücke am Ende nicht mehr schließen und kam auf Platz vier. Van der Garde musste in der Schlussphase den Franzosen ziehen lassen und musste sich in der Schlussphase noch gegen Ericsson wehren. Der frühe Boxenstopp rächte sich. Der Schwede drückte sich in der Schikane vorbei und schnappte sich noch Platz fünf.

Dahinter kämpfte bis zur Ziellinie eine kleine Gruppe um die verbliebenen Punkteränge, die gleichbedeutend mit der ersten Startreihe für das Sprintrennen sind. Am Ende setzte sich Vietoris-Teamkollege Dani Clos durch und kam als Siebter über die Linie. Bird erkämpfte sich den wichtigen achten Platz und wird am Sonntag von der Pole-Position starten. Leimer fiel nach der guten Anfangsphase zurück, kämpfte sich wieder nach vorne und ging als Neunter schließlich leer aus.

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