GP2 verschiebt Einführung des neuen Autos auf 2018

Der Dallara GP2/11 soll auch eine siebte Saison Anwendung in der GP2-Serie finden, bevor das neue Auto kommt: Kosten und Halo-Einführung als Gründe

(Motorsport-Total.com) - Die GP2-Serie wird ihr aktuelles Auto noch ein weiteres Jahr fahren und bis zum Ende der Saison 2017 einsetzen. "Wir haben die Entscheidung aufgrund der generellen wirtschaftlichen Lage getroffen und geben damit den Teams ein weiteres Jahr Zeit", erklärt Serienchef Bruno Michel gegenüber 'Autosport'. Ein neues Chassis wird damit erst zur Saison 2018 eingeführt werden.

Titel-Bild zur News: Nabil Jeffri

Das aktuelle GP2-Chassis wird bereits seit 2011 verwendet Zoom

Ursprünglich war angedacht, eine Autogeneration für je drei Jahre zu fahren. Zwischen 2005 und 2007 sowie zwischen 2008 und 2010 wurde das auch so gehandhabt, doch aktuell fährt man bereits zum sechsten Mal den Dallara GP2/11 aus der Saison 2011, nachdem man das Auto um einen weiteren Zyklus verlängert hatte. Eigentlich wäre der 2016 das letzte Jahr des Boliden gewesen, doch nun soll es auch im kommenden Jahr seinen Einsatz finden.

"Selbst wenn es der Serie gut geht, müssen wir immer vorsichtig sein, weil nicht tausende Fahrer bereitstehen, die das Budget der GP2 aufbringen können", so Michel weiter. "Nach Gesprächen mit den Teams war es besser, im kommenden Jahr nicht zwei neue Autos zu kaufen, um ihnen ein bisschen Zeit zu geben, um zu schauen, wie die Dinge im Rennsport für 2018 aussehen werden." Denn auch die Deals mit den Teams werden erst mit Ablauf des Boliden erneuert.


GP2-Serie in Spielberg

Aktuell steht die GP2-Serie vor einer unsicheren Zukunft, weil es Verhandlungen mit der FIA gibt, die Serie zur neuen Formel 2 zu machen, die der Weltverband schon lange einführen wollte. Zwar gibt es seitens Michel keinen neuen Stand darüber, doch die Verlängerung der aktuellen Autogeneration gibt beiden Parteien weiteren Spielraum zur Einigung. Außerdem kann sich die höchste Nachwuchsklasse unterhalb der Formel 1 Zeit mit einer möglichen Einführung von Halo lassen.

Das Schutzsystem soll nämlich 2017 in der Formel 1 Anwendung finden, sodass sich die GP2-Serie das Thema erst einmal anschauen könnte. "Wenn wir das Halo-System einführen wollen, müssten wir ein paar starke Modifikationen am Chassis vornehmen, was zu kostspielig für das kommende Jahr wäre. Aber natürlich werden wir es für das neue Auto in Erwägung ziehen", so Michel.

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