Formel 1 macht ernst: Frauen-Rennserie F1-Academy startet 2023

Mit der F1-Academy wird es ab 2023 einen neue Rennserie für Frauen geben, die eine Ergänzung zur W-Serie sein soll: 15 Rennen mit Formel-4-Autos

(Motorsport-Total.com) - Das Formel-1-Management hat seiner Ankündigung Taten folgen lassen und am Freitag in Abu Dhabi die Gründung einer neuen Rennserie nur für Frauen bekanntgegeben. Die F1-Academy genannte Serie soll 2023 mit 15 Teilnehmerinnen an den Start gehen. Geplant sind sieben Rennveranstaltungen mit je drei Rennen. Mindestens ein Event soll im Rahmen eines Formel-1-Grand-Prix stattfinden. Einzelheiten zum Kalender wurden noch nicht bekanntgegeben.

Titel-Bild zur News: Start eines Rennens der W-Series

Die F1-Academy soll eine Ergänzung zur W-Serie sein (Symbolbild) Zoom

"Jeder sollte die Möglichkeit haben, seinen Träumen zu folgen und sein Potenzial auszuschöpfen, und die Formel 1 möchte sicherstellen, dass wir alles tun, um mehr Vielfalt und Wege in diesen unglaublichen Sport zu schaffen", sagt Formel-1-CEO Stefano Domenicali.

"Deshalb freue ich mich, die F1-Academy anzukündigen, die jungen Fahrerinnen die besten Chancen bietet, ihre Ambitionen durch ein umfassendes Programm zu verwirklichen, das ihre Rennkarriere unterstützt und ihnen alles gibt, was sie brauchen, um in die F3 und hoffentlich in die F2 und dann an die Spitze der Formel 1 zu kommen", so Domenicali weiter.

"Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto besser, und dieses Programm soll den Fahrerinnen einen weiteren Weg zum Erfolg bieten", fährt Domenicali fort. Die F1-Academy soll dabei keine Konkurrenz zur zuletzt kriselnden W-Serie darstellen, sondern sie vielmehr nach unten ergänzen.

Das zeigt sich schon in der Wahl des Einsatzfahrzeugs. Während die W-Serie mit Formel-3-Autos für regionale Meisterschaften fährt, werden in der F1-Academy Formel-4-Fahrzeuge vom Typ Tatuus T421 zum Einsatz kommen. Der 165 PS starke Motor stammt von Autotecnica, die Reifen werden von Pirelli geliefert.

Geleitet wird die Serie von Bruno Michel, der mit seinem Unternehmen Formula Motorsport Limited auch die Formel 2 und Formel 3 veranstaltet. Auch die Rennställe sollen aus dem Kreise der Formel-2- und Formel-3-Teams kommen. Insgesamt fünf Teams sollen je drei Autos einsetzen. Neben den 21 Rennen soll es 15 offizielle Testtage geben.

Auch beim Budget unterstützt die Formel 1 die jungen Fahrerinnen, die aus dem Kartsport in den Formelsport aufsteigen. Jedes Cockpit wird mit 150.000 Euro subventioniert, dieselbe Summe müssen die Fahrerinnen mitbringen - im Vergleich zu Serien wie der Formel 2 und Formel 3 ein Schnäppchen. Den Rest des Budgets steuern die Teams bei.

Lesetipp: In unserem Feature "Frauen in die Formel 1: Wie kann das klappen, Tatiana Calderon?" spricht die Formel-2-Pilotin ausführlich über den beschwerlichen Aufstieg von Frauen im Motorsport.

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