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Vorschau Putrajaya: Erstes Regenrennen der Formel E?

Beim Rennen in Malaysia droht der Formel E ihr erstes Regenrennen der Geschichte, dabei hat man den Rennstart aus Angst vor Monsun sogar vorverlegt

(Motorsport-Total.com) - Der Saisonauftakt der Formel E in Peking war eine einzige Demonstration der Stärke von Sebastien Buemi und seinem e.dams-Team. Der Schweizer dominierte das Wochenende in der chinesischen Hauptstadt, wo die Elektrorennserie in ihre zweite Saison gestartet war. Am Samstag blickt nun alles ins malaysische Putrajaya, wo sich zeigen wird, ob die Kräfteverhältnisse tatsächlich so deutlich sind oder ob Peking nur ein Sonderfall war.

Lucas di Grassi

In Putrajaya erwartet die Piloten eine spektakuläre Häuserschlucht Zoom

"Wir treten in der Formel E nicht an, um Zweiter zu werden", erklärt Lucas di Grassi vor dem Event kämpferisch. Der Brasilianer war beim Saisonauftakt hinter Buemi auf Rang zwei ins Ziel gekommen, doch eine Chance auf den Sieg hatten er und sein Abt-Team nicht. In Putrajaya will man die Vorzeichen nun umkrempeln, denn eine Dominanzsaison wie bei Mercedes in der Formel 1 erhofft man sich in der Formel E nicht.

Im vergangenen Jahr war der ePrix von Malaysia allerdings eine eindeutige Sache - zugunsten von Sam Bird. Der Virgin-Pilot dominierte das Rennen nach Belieben und würde seinen Erfolg natürlich an diesem Wochenende gerne wiederholen. "Neben meinem Sieg in London war das ohne Frage der Höhepunkt der vergangenen Saison", sagt er. Mit den Plätzen sieben und zwölf war man bei DS-Virgin allerdings in Peking nicht zufrieden.

"Großartiges Racing"

Doch in Putrajaya beginnt die Jagd nach dem Sieg von Neuem. Unweit der Hauptstadt Kuala Lumpur erwartet die Teams ein abwechslungsreicher Kurs von 2,5 Kilometern Länge mit zwölf Kurven. "Der Kurs hat für großartiges Racing gesorgt", schildert Bird seine Eindrücke. "Das Layout war klasse, und es gab einige sehr wellige Teile, aber das hat nur für Charakter gesorgt." Speziell in der letzten Kurve müssen die Piloten aufpassen, meint er.

Putrajaya

Zwölf Kurven auf 2,5 Kilometer: Malaysia bietet durchaus Abwechslung Zoom

"Die Schlüsselstellen zum Überholen sind die Kurven eins, drei und vier. Überall sonst ist es sehr schwierig, einen Angriff zu lancieren, von daher muss man sich wirklich darauf fokussieren, es in Sektor eins hinzubekommen. Man benötigt einen guten Ausgang aus der letzten Kurve, um die Überholmöglichkeiten nutzen zu können", so der Brite weiter, dem speziell die Kulisse rund um das Büro des Premierministers in Putrajaya gefällt. "Die ist echt spektakulär."

Für die Aussicht haben die Piloten am Samstag allerdings keine Augen, denn das Programm der Formel E ist wieder einmal kräftig vollgestopft. Aus Angst vor den monsunartigen Regenfällen, die am späten Nachmittag gerne einmal die Region heimsuchen, wurden die Startzeiten um zwei Stunden nach vorne verlegt und die beiden Trainingssessions zu einem längeren Training zusammengefasst, dafür müssen die Piloten aber auch früh aufstehen, denn dieses beginnt Ortszeit schon um 7:45 Uhr.

Nachtschicht für deutsche Fans

Für deutsche Fans heißt das, dass sie für Putrajaya eine echte Nachtschicht einlegen müssen. Nach mitteleuropäischer Zeit beginnt das Training bereits um 0:45 Uhr, die Qualifikation ist um 3 Uhr in der Nacht. Das Rennen über 33 Runden beginnt hierzulande bereits um 7 Uhr morgens und ist daher für echte Frühaufsteher geeignet. Eurosport überträgt den Event wieder live.


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Doch aus deutscher Sicht könnte sich Einschalten lohnen, denn Nick Heidfeld und Daniel Abt rechnen sich für den Event in Malaysia erneut einiges aus. Speziell Heidfeld ist nach seinem überraschenden dritten Platz von Peking obenauf und will für Mahindra das nächste starke Ergebnis einfahren. Abt hat nach der Strafe und Platz elf Bedarf auf Wiedergutmachung und will seinem Teamkollegen in die oberen Tabellenregionen folgen.

"Wir haben viel gelernt und können jetzt in Malaysia umso konzentrierter wieder angreifen", sagt der Kemptener. "Wenn dann noch ein wenig Glück dazukommt, dann werden wir auch dort wieder um Pokale kämpfen können." Das wollen natürlich auch andere: Neben den beiden e.dams- und Abt-Piloten buhlen auch DS-Virgin mit Sam Bird und Jean-Eric Vergne oder Dragon mit Jerome D'Ambrosio und Loic Duval auf einen Platz bei der Champagnerzeremonie.

Trulli ist dabei

Überhaupt erst einmal dabei sein möchte das Trulli-Team, das zuvor die Testfahrten in Donington sowie den Saisonauftakt in Peking nach Problemen mit dem Zoll verpasst hatte. Doch gute Nachrichten: Der Motomatica JT-01 ist laut Informationen des Teams sicher in Malaysia angekommen und soll auf die Strecke gehen. Damit wäre das Feld von 20 Piloten endlich komplett.

Womöglich muss sich das Team aber gleich mit malaysischem Regen auseinandersetzen, denn der Formel E droht das erste Regenrennen ihrer Geschichte. Die Wetterberichte für den Samstag sehen schon ab Mittag leichte Gewitter voraus. 60 Prozent Regenrisiko wird für das Rennen erwartet, je später es wird, desto mehr steigt auch die Gefahr von Nässe. Zwar kann das bei Temperaturen von über 30 Grad zwar eine willkommene Erfrischung sein, es wäre für die Serie aber auch ein neues, unbekanntes Abenteuer.

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