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  • 23.05.2009 15:42

Frauenpower: Frey schreibt Geschichte

Rahel Frey hat im zweiten Rennen des Formel-3-Cups am Nürburgring als erste Frau einen Sieg in der deutschen Formel 3 geholt

(Motorsport-Total.com) - Die zierliche Schweizerin Rahel Frey hat im zweiten Rennen des Formel-3-Cups im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Frau, die ein Rennen in der deutschen Formel 3 gewinnen konnte. Die Pilotin aus dem Jo-Zeller-Team Jo-Zeller legte mit einem sehr guten Start den Grundstein für ihren Erfolg. Schnell konnte sich die 23-Jährige vom Rest des Feldes absetzen und souverän mit über sechs Sekunden auf den zweitplatzierten Belgier Laurens Vanthoor die Ziellinie überqueren. Vanthoor führt mit nur einem Punkt Vorsprung auf Frey die Tabelle an.

Laurens Vanthoor, Rahel Frey

Die Dame in die Mitte: Rahel Frey hat am Nürburgring ihren ersten Sieg geholt Zoom

Rang drei sicherte sich der Deutsche Nico Monien, der damit auch den Pokal für den schnellsten Rookie entgegennehmen konnte. Auch er hatte einen sensationellen Start und schaffte noch vor der ersten Kurve den Sprung von Rang sieben auf Platz vier. Zwei Runden später kassierte der Neueinsteiger Bernd Herndlhofer und sicherte sich Rang drei.#w1#

"Ich kann es noch gar nicht glauben", freute sich Siegerin Frey. "Der Start war toll und auch die ersten Runde. Auch der Rest des Rennens verlief praktisch fehlerfrei und konstant. Daran hatte es gestern noch etwas gehapert. Das Wichtigste für mich ist, stetig Punkte zu sammeln. Aber das Jo-Zeller-Auto war auf dem Nürburgring schon immer schnell - mal sehen wie es auf dem Lausitzring wird."

"Der Start war toll und auch die ersten Runde." Rahel Frey

"Meine Chefs meinten noch vor dem Rennen zu mir, dass ich kein Risiko eingehen, sondern Punkte sammeln soll", berichtete der Zweitplatzierte Vanthoor. "Ich hatte mir vorgenommen, in den ersten Runden Rahel zu überholen, da unser Auto am Anfang sehr schnell ist. Aber sie ist ein perfektes Rennen gefahren. An diesem Wochenende war unser Speed nicht so gut und heute hatte ich noch mit Vibrationen zu kämpfen. Aber ich führe die Meisterschaft an und das war mein Ziel."

Und Monien gab zu Protokoll: "Mein Start heute war deutlich besser. Ich konnte gleich drei Positionen gutmachen. Wenig später konnte ich auch noch Bernd Herndlhofer überholen. Ab da hieß es die Position halten und das Auto nach Hause zu tragen. Gegen Ende kam Herndlhofer nochmal ran, da ich etwas mit Übersteuern zu kämpfen hatte. Aber ich wusste, dass er nicht so leicht an mir vorbei kommt."

"Ich führe die Meisterschaft an und das war mein Ziel." Laurens Vanthoor

Ein grandioses Rennen fuhr der Niederländer Stef Dusseldorp. Nach einem Fehler im Qualifying startete er nur von der 20. Position. Bereits nach der ersten Runde lag er auf Rang elf - und damit nicht genug. Der 19-Jährige schnappte sich einen Konkurrenten nach dem anderen und übernahm in der zehnten Runde die fünfte Position. Zwar konnte er den Abstand auf den viertplatzierten Herndlhofer von über sieben auf unter eine Sekunde verkürzen, doch die Zeit für weitere Überholmanöver fehlte. Allerdings sicherte sich der Van-Amersfoort-Pilot noch den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde (1:40.000 min).

In der Formel-3-Trophy zeigte der Ukrainer Sergey Chukanov eine sehr gute Leistung. Er beendete das 30-minütige Rennen auf der elften Position und gewann damit zum vierten Mal in Folge die interne Wertung. Den zweiten Platz sicherte sich ganz knapp der Finne Mika Vähämäki. Er überquerte nur 0,1 Sekunden vor Francesco Lopez die Ziellinie.

Ergebnis Rennen zwei Nürburgring:

01. Rahel Frey (Jo Zeller) - 30:15.574 Minuten
02. Laurens Vanthoor (Van Amersfoort) + 06.482
03. Nico Monien (Zettl) + 13.963
04. Bernd Herndlhofer (HS Technik) + 15.512
05. Stef Dusseldorp (Van Amersfoort) + 16.336
06. Max Nilsson (Swiss) + 26.401
07. Rafael Suzuki (Performance) + 27.921
08. Markus Pommer (Zettl) + 30.136
09. Adderly Fong (Performance) + 35.325
10. Gary Hauser (Racing Experience) + 36.029
11. Sergey Chukanov (STROMOS ART-LINE) + 38.911
12. David Hauser (Racing Experience) + 40.225
13. Marco Oberhauser (Neuhauser) + 41.192
14. Willi Steindl (HS Technik) + 43.024
15. Shirley van der Lof (Zettl) + 45.881
16. Vladimir Semenov (ZyXEL RRT) + 46.695
17. Mika Vähämäki (ADRF) + 1:04.615
18. Francesco Lopez (Franz Wöss) + 1:04.783
19. Luca Iannaccone (Rhino's Leipert) + 1 Runde
20. Nicolas Marroc (Racing Experience) + 2 Runden

Nicht gewertet:

Dominik Schraml (STROMOS ART-LINE) + 10 Runden

Schnellste Rennrunde:

Stef Dusseldorp - 1:40.000 in Runde 12

Gesamtwertung nach vier von 18 Rennen:

01. Laurens Vanthoor - 32
02. Rahel Frey - 31
03. Stef Dusseldorp - 24
04. Bernd Herndlhofer - 21
05. Rafael Suzuki - 18
06. Markus Pommer - 10
07. Nico Monien - 9
08. Max Nilsson - 8
09. Willi Steindl - 6
10. Marco Oberhauser - 4
11. Nicolas Marroc - 1

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