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Nach Comeback-Ankündigung: Correa führt bereits Gespräche mit Teams

Juan Manuel Correa plant für 2021 ein Renncomeback in der Formel 2 und will im Dezember wieder im Auto sitzen - Der Amerikaner führt bereits Gespräche mit Teams

(Motorsport-Total.com) - Im Rollstuhl wird Juan Manuel Correa von Robert Schwarzman an die Stelle geschoben, in der sich sein Leben vor einem Jahr komplett änderte. Der Unfall mit Anthoine Hubert steckt dem Amerikaner noch im Kopf - und in den Knochen, wie man an seinen Beinen sehen kann. Das rechte Bein ist noch mit einem Käfig verschraubt - und dennoch plant Correa schon sein Renncomeback 2021.

Juan Manuel Correa

Juan Manuel Correa peilt weiterhin die Formel 1 an Zoom

Schon im Dezember möchte er wieder im Rennauto sitzen und 2021 Rennen fahren - am besten bei einem Spitzenteam in der Formel 2, wo er sich für die Formel 1 empfehlen möchte. "Ich fange schon an, mit Teams zu sprechen", bestätigt er in einem Interview mit 'Bild am Sonntag'. "Denn um diese Zeit beginnen meist die Gespräche für die kommende Saison."

In Spa ist Correa vor allem beim Prema-Team zu sehen, bei denen er auch am Kommandostand saß. Prema ist in der Formel 2 ein anerkanntes Spitzenteam und könnte durchaus zwei Cockpits neu besetzen müssen, wenn es Mick Schumacher und Robert Schwarzman in Richtung Formel 1 zieht. Allerdings drängen von unten auch teaminterne Neulinge in die Formel 2 - etwa die beiden Führenden der Formel-3-Gesamtwertung.

Doch für Correa steht erst einmal im Blickpunkt, überhaupt wieder in ein Rennauto zu steigen. "Es fühlt sich etwas verrückt an, daran zu denken, dass ich schon in vier Monaten wieder fahren kann. Vor allem, wenn man sich anguckt, wie meine Beine jetzt aussehen", sagt er. "Aber ich denke, dass das sehr wohl möglich ist."

Weitere Operationen am rechten Bein notwendig

Das linke Bein sei "im Prinzip fertig", betont er. Das rechte macht noch ein paar mehr Probleme. Noch immer ist ein Metallkäfig um das Bein, der mit dem Knochen verschraubt ist. Zwei bis drei Operationen seien daher noch nötig. Der erste Teil des Käfigs soll im September entfernt werden, der Rest im November.

Trotzdem betont der Amerikaner: "Ich werde jedes Auto fahren können. Ich habe Glück, dass ich Rennsportler bin und kein Fußballer oder Balletttänzer. Im Motorsport braucht man keine 100 Prozent in den Beinen, besonders nicht im rechten."

Rechts müsse er lediglich auf das Gaspedal treten, was relativ einfach sei. Das linke Bein benötige hingegen etwas Kraft, um die Bremse betätigen zu können. Von daher schätzt er sich glücklich, dass das linke Bein nicht ganz so betroffen ist wie das rechte.

Und auch wenn der Unfall gezeigt hat, dass Rennsport sehr gefährlich sein kann, will Correa unbedingt zurück: "Ich bin bereit für die Herausforderung. Es ist meine Leidenschaft", betont er. Für das Comeback hat er in der Reha alles gegeben - und in der Coronapause auch schon wieder im Simulator, wo er bei einigen virtuellen Rennen dabei war.

Am liebsten Karriere in Formel 2 fortsetzen

Nun geht es für ihn darum, auch seine echte Karriere wieder ins Rollen zu bringen. und dafür hat er einen konkreten Plan: "Mein Plan ist es, zurück in die Formel 2 zu gehen und meine Karriere da fortzusetzen, wo sie unterbrochen wurde", sagt Correa.

Bis zum Unfall in Spa sah es für ihn eigentlich ganz gut aus. Als Rookie konnte er zuvor zweimal auf das Podest fahren und durch seinen Platz in Sauber-Juniorteam Charouz gute Verbindungen zu Alfa Romeo pflegen. "Ich hoffe, dass ich diese Verbindung erhalten kann", sagt er. "In dieser Welt geht es manchmal auch um Glück, Politik, Geld und so weiter."

Am liebsten wäre es ihm, wenn er bei einem Spitzenteam in der Formel 2 um den Titel mitfahren kann, um sich so für die Formel 1 zu empfehlen. Sollte das nicht klappen, würde er auch für eine Saison in die Formel 3 zurückgehen, um dort um den Titel zu kämpfen. Anschließend würde noch ein Jahr in der Formel 2 folgen.

Das Fernziel bleibt für Correa aber die Formel 1: "Es ist schwer zu sagen. Da spielen eine Menge Faktoren rein. Aber wenn die Dinge so laufen, wie ich sie plane, dann könnte ich in den nächsten drei oder vier Jahren um einen Formel-1-Sitz kämpfen."

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