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Made in Italy und Großer Preis der Emilia-Romagna / Imola

Made in Italy und Großer Preis der Emilia-Romagna / Imola

Porträt

Ein klangvoller Name ist zurück in der Formel 1: Imola. Das Autodromo Enzo e Dino Ferrari hatte zuletzt 2006 einen Grand Prix veranstaltet, gab dann aber 2020 kurzfristig sein Comeback im Formel-1-Kalender ? weil in der Coronakrise Übersee-Rennen wegfielen und Ersatzrennen gebraucht wurden. Und Imola nutzte seine Chance, um Werbung in eigener Sache zu machen: Auch 2021 wird die (inzwischen mehrfach umgebaute) Traditionsstrecke von der Formel 1 angesteuert.

1980 hatte Imola erstmals einen WM-Lauf der Formel 1 ausgetragen, damals als Italien-Grand-Prix, der ausnahmsweise nicht in Monza gefahren wurde. Später wurde Imola als San-Marino-Grand-Prix bekannt - und berüchtigt für das "schwarze Wochenende" 1994, als sich binnen dreier Tage gleich drei folgenschwere Unfälle ereigneten: Im Freitagstraining verunglückte Rubens Barrichello schwer und fiel mit Verletzungen für das restliche Wochenende aus. Nach einem Unfall im Qualifying am Samstag starb Roland Ratzenberger. Und im Rennen kam der dreimalige Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna ums Leben.

Diese Tragödien hatten nachhaltige Folgen, für die Formel 1 und für Imola selbst. Während der Kurs an mehreren Stellen "entschärft" wurde (unter anderem an der Senna-Unfallstelle in der Tamburello-Kurve), entwickelte die Rennserie ein völlig neues Sicherheitskonzept für ihre Fahrzeuge, um die Fahrer im Cockpit besser zu schützen.

Imola selbst fiel nach der Saison 2006 raus aus dem Rennkalender. Begründung: in die Jahre gekommen, zu wenig Platz im Fahrerlager. An diesem Urteil änderte auch ein Umbau 2008 nichts, obwohl dabei das komplette Boxengebäude neu errichtet und die Strecke umfangreich modernisiert wurde. Erst 2020 griff die Formel 1, in der Corona-Not, wieder auf Imola zurück.