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Zu viel Asphalt in Spa: Carlos Sainz wünscht sich Kies und Gras zurück

Carlos Sainz findet, dass zu viel Asphalt die Herausforderung für die Fahrer schmälert, doch Rennleiter Michael Masi sieht aktuell kein Problem

(Motorsport-Total.com) - Auch in Spa-Francorchamps stand das Thema Track-Limits wieder weit oben auf der Ärgernisskala. Gleich an mehreren Stellen der Strecke wurden Kunstrasen-Streifen entfernt und durch Asphalt ersetzt. Anstatt die Fahrer auf natürliche Weise zu bestrafen, wurden wie etwa in Spielberg oder Silverstone Vergehen über Schleifen im Boden sanktioniert.

Carlos Sainz

Einfach rausfahren, passiert ja nichts: Im Vorjahr war der grüne Teil noch Teppich Zoom

Für die Fahrer ist das allerdings wenig befriedigend, denn durch den Asphaltauslauf würden die Piloten eingeladen werden, etwas mehr Risiko zu gehen. "In Spa fehlen Kies und Gras neben den Randsteinen am Kurvenausgang", findet etwa Carlos Sainz.

Ein gutes Beispiel wäre etwa Stavelot (Kurve 15), an deren Außenseite sich ein Kiesbett befindet. In den vergangenen Jahren wurde dort jedoch ein immer breiterer Randstein installiert, der nun durch einen weiteren Asphaltstreifen verbreitert wurde. Die Piloten fahren dabei fast bis hinter den Kerb und sind somit nun eher von einer Track-Limit-Strafe bedroht, bevor sie den Kies erreichen würden - ein hausgemachtes Problem also.

"Das Verhältnis zwischen Risiko und Belohnung ist auf diesen modernen Strecken nicht gut genug", findet Sainz. "Wenn wir einfach Asphalt haben, dann nimmt es die Furcht, etwas zu sehr zu pushen", so der Spanier. "Ich vermisse Kies, ich vermisse Gras."

Er betont weiter: "Sicherheit steht zwar an erster Stelle, aber es muss ein Kompromiss mit dem Asphaltauslauf gefunden werden." Sainz möchte wieder mehr Bestrafung, wenn ein Fahrer weit rauskommt. Das Thema wurde in den Fahrerbriefings auch bereits an die FIA herangetragen.

Rennleiter Michael Masi sieht jedoch kein Problem mit den aktuellen Lösungen. "Es ist kein Geheimnis, dass Spa an einer FIM-Lizenz und der Rückkehr von Motorrädern arbeitet. Und Kunstrasen ist kein Teil davon", sagt er. "Darum wurde er entfernt", erklärt er die neuen Asphaltierungen in Belgien.

"Vielleicht mag Spa ein paar mehr Dinge vergeben als früher, aber in Sachen Track-Limits haben wir andere Maßnahmen, die wir in diesem Jahr gesehen haben. Track-Limits wurden so überwacht wie zuletzt - nämlich mit Zeitschleifen." Und diese würde man zusammen mit CCTV-Kameras, Onboard-Aufnahmen und dem Weltbild kombinieren.

Auch in Monza sollen wieder Schleifen zum Einsatz kommen, etwa in der Parabolica. Die hohen Randsteine, die im Vorjahr zu einem spektakulären Unfall von Formel-3-Pilot Alexander Peroni geführt haben, sollen aber ebenfalls wieder im Einsatz sein.

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