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Xevi Pujolar über Kubica: "Der Kerl ist ein guter Fahrer"

Alfa Romeos Chefingenieur Xevi Pujolar bewertet Robert Kubicas überraschende Rückkehr in die Formel 1 in Zandvoort und stellt die Stärken des Polen heraus

(Motorsport-Total.com) - Für Robert Kubica war es ein Sprung ins kalte Wasser, als er vom positiven Corona-Test von Kimi Räikkönen erfuhr und ab Samstag das Cockpit des Finnen beim Grand Prix der Niederlande übernahm. Das Formel-1-Comeback in Zandvoort beendete Kubica mit Alfa Romeo schließlich auf einem 15. Platz.

Robert Kubica, Nicholas Latifi

Robert Kubica gab in Zandvoort ein unverhofftes Formel-1-Comeback Zoom

Xevi Pujolar, Alfa Romeos Chefingenieur, zeigt sich zufrieden. "Er hat einen sehr soliden und guten Job gemacht. Ich denke, dass es auf der Strecke nicht einfach war, Vertrauen zu gewinnen. Und es ist ja nicht so, dass er schon viel für uns gefahren ist, nur ein paar erste Freie Trainings", gibt Pujolar zu bedenken.

"Dann so kurzfristig ins Auto zu springen und sich innerhalb von einer Stunde auf das Qualifying vorzubereiten, gemessen daran war die Leistung sehr respektabel. Wir konnten sehen, dass einige Leute von der Strecke abkamen, aber er hat das Auto mit einer akzeptablen Leistung auf der Strecke gehalten", lobt der Ingenieur.

Chefingenieur happy: "Ein sehr respektables Rennen"

"Und im Rennen hat er meiner Meinung nach noch einen Schritt mehr gemacht. Sein Tempo war gut. Da er so weit hinten gestartet ist, war es natürlich schwierig, mehr Fortschritte zu machen. Aber ich denke, insgesamt war es ein sehr respektables Rennen."


Fotos: F1: Grand Prix der Niederlande (Zandvoort) 2021


Mit einem langen ersten Stint spekulierte Alfa Romeo eigentlich auf ein Safety-Car oder Ähnliches: "Wenn man sieht, wie viele Zwischenfälle es im Freien Training gab, rote Flaggen, auch in den vorherigen Rennserien, dann denkt man, dass es ein sehr ereignisreiches Rennen werden wird, wie vor ein paar Jahren in Baku."

"Das hatten wir auch bei Robert gehofft", erklärt Pujolar. "Aber leider ist das nicht passiert. Es war ein sehr sauberes Rennen. Es gab nicht viel mehr zu erreichen." Trotzdem war die Kommunikation zwischen Kommandostand und Fahrer im Rennen intensiv.

Warum die Ingenieure jede Runde mit Kubica redeten

"Robert hat in der Nachbesprechung erwähnt, dass er es nicht mag, wenn die Ingenieure jede Runde mit ihm reden", verrät Pujolar. "Aber er saß zum ersten Mal wieder im Auto und wir wollten ihm helfen, sich im Rennen zurechtzufinden, damit er weiß, was vor ihm passiert, was hinter ihm passiert, was wir mit den Reifen vorhaben."


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"Natürlich besprechen wir alles vor dem Rennen, aber dann während des Rennens ist es wichtig zu wissen, ob es nach Plan läuft oder wir etwas anpassen müssen. All diese Informationen waren hilfreich für ihn, um zu verstehen, was wir erreichen wollen."

Was Kubicas Potenzial als Fahrer in der Formel 1 betrifft, äußert sich der Alfa-Romeo-Chefingenieur wohlwollend: "Sicherlich ist der Kerl ein guter Fahrer, aber wir müssen abwarten. Was das Feedback angeht, was er für das Auto empfindet, ist er stark."

"Und auch die Art und Weise, wie er sich entwickelt hat, seit er vom dritten Freien Training bis zum Qualifying im Auto saß, zeigt, dass Potenzial vorhanden ist. Aber wir müssen abwarten, ob sich ihm dort wieder Chancen bieten." Noch ist unklar, ob Kubica auch in Monza antreten oder Räikkönen bereits zurückkehren wird.

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