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  • 26.05.2013 · 17:32

Wolff: "Eine makellose Leistung"

Mercedes-Sportchef Toto Wolff attestiert Nico Rosberg ein perfektes Wochenende und will nichts von einem Fehlverhalten beim Pirelli-"Geheimtest" wissen

(Motorsport-Total.com/Sky) - Es ist der erste Mercedes-Sieg unter dem neuen Sportchef: Toto Wolff durfte beim Großen Preis von Monaco den Rennerfolg von Nico Rosberg bejubeln. Seinem deutschen Piloten stellt der Österreicher prompt ein hervorragendes Zeugnis aus. Im Interview spricht Wolff aber auch über den "Geheimtest", den Mercedes im Auftrag von Pirelli durchgeführt hat. Dabei, so Wolff, habe sein Team aber keine Vorteile gewonnen. Nun warte man ab, was am 'grünen Tisch' zu dieser Sache geschehen werde.

Toto Wolff

Mercedes-Sportchef Toto Wolff will nichts von einem Vorteil durch Reifentests wissen Zoom

Frage: "Toto, was sagst du zum Sieg von Nico Rosberg in Monaco?"
Toto Wolff: "Heute hat er es sich mit seiner Truppe richtig herausgefahren. Das ist schon seine Leistung gewesen."

Frage: "Es war eine emotionale Siegerehrung. Wie sehr freut ihr euch über diesen Sieg?"
Wolff: "Der Sieg ist sehr wichtig für uns, denn er hebt die Moral im Team. Und ich glaube, das Team ist durch so schwierige Zeiten gegangen, dass sie das verdienen. Es war eine makellose Leistung heute, ohne Fehler. Das muss man anerkennen."

"Nico hat das gesamte Wochenende dominiert." Toto Wolff

Frage: "Sebastian Vettel sagte bei der Pressekonferenz, Nico Rosberg hätte am gesamten Wochenende den besten Job gemacht. Ab wann habt ihr gewusst, dass es ein so fantastisches Wochenende wird?"
Wolff: "Nico hat das gesamte Wochenende dominiert. Ich glaube, er hat jede einzelne Session angeführt. Das Rennen hat er kontrolliert nach Hause gefahren. Gewusst haben wir es vielleicht zehn Sekunden vor Rennende, nicht davor."

Frage: "In den vergangenen Rennen hatte Mercedes teils große Probleme mit den Reifen. Ab wann war klar, dass es auf diesem speziellen Kurs viel besser laufen wird?"
Wolff: "Nun, wir wussten es schon zu Beginn des Wochenendes. Die Strecke kommt uns nämlich grundsätzlich besser entgegen. So war es bereits im vergangenen Jahr. Es gibt keine hohen Energiekurven wie in Barcelona oder Bahrain. Deswegen war klar, dass es auf dieser Strecke etwas besser gehen würde."


Fotos: Mercedes, Großer Preis von Monaco


Frage: "Die Reifendiskussion verleiht dem Sieg einen Beigeschmack. Am Sonntag kam heraus, dass Pirelli euch mit einem aktuellen Auto testen ließ. Hat euch das für heute geholfen, ja oder nein?"
Wolff: "Nein. Das hat uns überhaupt nicht geholfen. Es waren Prototypen-Tests für das nächste Jahr. Wir wissen nicht mal genau, was genau es war. Es waren schwarze Reifen ohne Markierung, die im Hinblick auf 2014 gefahren wurden. Es ging um Sicherheitsthemen, dass ein Reifen nicht delaminiert. Diesen Test haben wir für Pirelli gemacht, aber die FIA war mit involviert. Und jetzt schreien Einige laut. Das muss man jetzt quasi am 'grünen Tisch' anschauen und besprechen."

"Man weiß nicht, welchen Reifen man fährt." Toto Wolff

Frage: "Ganz ehrlich: Man merkt wirklich nicht, welchen Reifen man fährt?"
Wolff: "Nein. Der Fahrer gibt Feedback, was er fährt. Er sagt: 'Dieser Reifen ist besser, dieser Reifen ist schlechter.' Man weiß aber nicht, welchen Reifen man fährt."

Frage: "Was erwartet ihr, kommt bei den Protesten der anderen Teams heraus?"
Wolff: "Ich glaube, wir sind mit dem Team nun auf einem Performance-Level, wo wir vielleicht gefährlich werden. Und es ist schade, dass man das nicht einfach anerkennt. Wir sind in den vergangenen Jahren durch ein wirkliches Tief gegangen. Und gerade von einem dreimaligen Weltmeiste 'angezündet' zu werden... Das muss man jetzt hinnehmen. Vielleicht muss man sich das erarbeiten. Da sind wir jetzt und schauen uns das in Ruhe an."

Frage: "Zurück zu Nico Rosberg: Er scheint Lewis Hamilton gut im Griff zu haben..."
Wolff: "Ja. 'Gut im Griff' ist vielleicht übertrieben. Die schenken sich beide nichts. Das ist genau das, was wir als Team brauchen."

Frage: "Wir sind hier in Monte Carlo. Wie wird dieser Sieg gefeiert?"
Wolff: "Erst einmal ruhig. Es ist nichts geplant. Keine Ahnung. Ich glaube aber, wir haben das große Pech, dass wir alle erst morgen zurückfliegen. Da müssen wir uns also was einfallen lassen."

Frage: "Und in zwei Wochen steht dann Montreal auf dem Programm. Wie geht es dort weiter für Mercedes?"
Wolff: "Kanada ist wieder eine ganz andere Strecke, die uns wieder nicht so entgegen kommt. Sie ist aber auch nicht ganz schlecht. Nicht so wie Barcelona. Wir sind also mal vorsichtig optimistisch."

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