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Wie Robert Kubica "einhändig" Formel 1 fährt

Onboard-Aufnahmen zeigen, dass der Williams-Testpilot am Lenkrad kaum seinen gehandicapten rechten Arm einsetzt - Fahre, als ob ich einen Vogel halte, so der Pole

(Motorsport-Total.com) - Robert Kubicas Comeback bei seinem ersten offiziellen Formel-1-Training nach acht Jahren war eine der Storys des Grands Prix von Spanien. Der Pole absolvierte beim ersten Freien Training in Barcelona am vergangenen Freitag 24 Runden im Williams. Auch in dieser Woche wird Kubica am Mittwoch den offiziellen Testtag auf dem Circuit des Catalunya für den Traditionsrennstall bestreiten. Geplant sind dabei möglichst viele Runden, um dem krisengeschüttelten Team neue Lösungsansätze zu verschaffen.

Robert Kubica

Robert Kubica wird beim Test am Mittwoch wieder im Williams FW41 sitzen Zoom

Eine besonderen Blick werfen Fans und Medienvertreter natürlich immer noch darauf, wie der 33-Jährige im Auto mit seinen körperlichen Einschränkungen agiert. Im Februar 2011 hatte er sich bei einem üblen Rallye-Crash folgenschwer am rechten Unterarm verletzt, trotz langer Rehabilitation kann er Arm und Hand nur stark eingeschränkt nutzen. Auch Onboard-Aufnahmen vom Training in Barcelona zeigen, dass er im Cockpit des FW41 nur wenig am Lenkrad mit rechts macht. Wie also kann der Pole trotzdem schnelle Rundenzeiten fahren?

"Ich fahre so, wie es mein Körper mir erlaubt. Man braucht nicht immer die volle Power, nur eben so viel, dass es ausreicht", erläutert Kubica. Und zieht einen Vergleich aus seiner Schulzeit heran, um zu erklären, dass er sich nicht mit all seiner Kraft am Lenkrad agieren muss. "In der Schule haben wir einen Vogel in die Hand bekommen und mussten ihn halten, damit er nicht wegfliegt. Aber du kannst ihn auch nicht zu fest drücken, damit er keine Angst bekommt. Genau das ist die Art, wie man ein Lenkrad hält."


Williams in Barcelona: Kubicas Comeback

Testfahrer Robert Kubica erzählt von seiner ersten Trainingssession nach sieben Jahren Weitere Formel-1-Videos

Schon früher habe er am Lenkrad eher sanft agiert, wie Kubica mit einer Anekdote aus seiner Anfangszeit in der Formel 1 veranschaulicht. Bei einem seiner ersten Einsätze für BMW Sauber in Malaysia 2006 habe es eine Videoaufnahme gegeben, die seine Ingenieure staunen ließ. "Man sieht, wie ich lenke und dabei drei Finger vom Lenkrad strecke. Die Jungs in der Box waren geschockt und fragen mich, warum ich so fahre. Ich konnte es gar nicht genau sagen - wahrscheinlich, weil man nicht all seine Kraft benötigt, sondern immer nur einen Teil davon."

Dabei ist dem Williams-Testfahrer durchaus bewusst, dass seine Fahrweise alles andere als konventionell ist. "Ja, es sieht anders als vor zehn Jahren aus und anders, als bei den restlichen Piloten, ich weiß. Aber es kommt dasselbe oder zumindest fast dasselbe dabei heraus", ist er sich sicher. Deshalb plädiert Kubica dafür, die Diskussionen um seinen Fahrstil nicht zu übertreiben. "So wie ich fahre, ist es offensichtlich ausreichend, sonst wäre ich nicht hier und hätte vergangenes Jahr nicht schon die Chance auf ein Comeback bekommen. Und wir würden auch nicht planen, dass ich am Mittwoch 160 Runden in einem Formel-1-Auto fahren werde", so der Pole vor seinem Testtag.

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