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Wasserleck und Kollision: Haas in Australien ohne Punkte

Grosjean konnte seine gute Startposition beim Grand Prix von Australien nicht ausnutzen, ein Wasserleck stoppte ihn - Magnussen verursachte Kollision

(Motorsport-Total.com) - Der Saisonauftakt beim Grand Prix von Australien in Melbourne hätte für Haas nicht schlechter laufen können. Freute man sich im Vorjahr beim Debüt noch über einen sensationellen sechsten Platz von Romain Grosjean, musste man dem Franzosen am vergangenen Sonntag dabei zusehen, wie er mit rauchendem Heck schon in Runde 13 an die Box gerollt kam. Seinem neuen Teamkollegen Kevin Magnussen erging es nicht besser. Der Däne war zu Beginn in eine Kollision verwickelt und musste kurz vor Rennende aufgeben. Null Punkte waren für die US-Amerikaner die Folge. (Das Ergebnis des Rennens im Detail!)

Romain Grosjean

Romain Grosjean musste das Australien-Rennen nach nur 13 Runden aufgeben Zoom

Das Qualifying ließ noch große Hoffnungen zu, denn Grosjean präsentierte sich stark und holte den sechsten Startplatz hinter den Topteams. Mit dem VF-17 verlor er allerdings gleich nach dem "nicht idealen" Start eine Position an Felipe Massa im Williams. "Da müssen wir uns verbessern", stellt er klar. Bis zu seinem Ausscheiden in Runde 13 konnte er den Abstand auf den FW40 bei konstant zwei Sekunden halten. "Ich habe plötzlich viel Power verloren", schildert der Franzose nach dem Rennen. Die Pace hätte für ein Top-10-Ergebnis gereicht: "Ich habe gespürt, dass das Auto schneller war als der Williams, es schlummert also noch viel Potenzial im Boliden."

"Das war nicht das Rennen, das wir uns erhofft oder erwartet hatten. Romain hatte anscheinend ein Wasserleck. Wir wissen noch nicht, woher das kam", erklärt Teamchef Günther Steiner sichtlich frustriert. Auch Grosjean war nicht erfreut über den verkorksten Saisonauftakt: "Das ist ein ziemlich enttäuschendes Resultat. Nun ist es wichtig für uns, das Momentum zu behalten und konstant zu sein, was uns im Vorjahr nicht gelungen ist. Derzeit fühle ich mich nicht so gut, aber morgen werde ich aufwachen und daran denken, dass wir ein tolles Auto haben und wir in diesem Jahr mitkämpfen können", kann er auch etwas Positives aus dem Wochenende mitnehmen.

Teamkollege Kevin Magnussen mühte sich schon im Qualifying ab, er konnte nur den 17. Startplatz einfahren. Sein Rennen war bereits in Kurve 3 gelaufen. "Ich hatte eine Berührung. Ericsson war auf der Außenseite, ich hatte Untersteuern und bin dadurch in ihn hineingefahren. Das war Pech", schildert der Neuzugang. Er beschädigte sich dabei seinen Frontflügel so schwer, dass er an die Box musste. Er wechselte von Soft auf Supersoft und kam mit einer Rennrunde Rückstand wieder auf die Strecke. "Ich bin eine lange Testsession gefahren, um ein Gefühl für das Auto zu bekommen und mehr darüber zu lernen. Das Auto ist definitiv schnell."

Für die Berührung mit Ericsson, dessen Rennen danach ebenfalls zerstört war, bekam Magnussen von den Rennkommissaren zur großen Verwunderung von Sauber keine Strafe. Dass der Haas-Pilot die Kontrolle über seinen Boliden auf dem Kerb verloren hatte und so in den Sauber fuhr, wurde als unglücklicher Rennunfall gewertet. "Kevins Rennen war schon in der dritten Kurve zerstört nach dem Kontakt mit Ericsson. Später hatte er einen Aufhängungsbruch, den Grund dafür müssen wir untersuchen", ergänzt Steiner. Magnussens Rennen war in Runde 46 endgültig zu Ende.

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