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Vettel: Helmut Marko war für meine Karriere "elementar"

Helmut Marko und Sebastian Vettel blicken auf die Anfänge des Deutschen in der Formel 1 zurück und verraten, was sie am jeweils anderen so sehr schätzten

(Motorsport-Total.com) - 2008 in Monza wurde Sebastian Vettel der erste Red-Bull-Junior, der einen Formel-1-Grand-Prix gewann. Nur zwei Jahre später gewann er mit dem Team seinen ersten Titel und krönte sich zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte.

Helmut Marko, Sebastian Vettel

Helmut Marko und Sebastian Vettel arbeiteten viele Jahre eng zusammen Zoom

Tatsächlich kämpfte der heute 35-Jährige schon 2009 um die Weltmeisterschaft, unterlag am Ende aber Jenson Button im Brawn-Mercedes. "Sebastian war nicht reif", sagt Red-Bull-Motorsportkonsultent Helmut Marko mit Blick auf damals.

"Wir haben einige Fehler gemacht. Ich kann mich genau erinnern in Brasilien, welche Hoffnung in ihm gesteckt ist. Wir haben eigentlich nicht mehr damit gerechnet." Button reichte bei besagtem Grand Prix ein fünfter Platz, um vorzeitig Weltmeister zu werden. Vettel beendete das Rennen eine Position vor ihm.

"Der ist irgendwo im Fahrerlager auf einem Reifenstapel gesessen und war kaum zu trösten", erinnert sich Marko an das titelentscheidende Wochenende. "Also, das zeigt auch, mit welcher unglaublichen Einstellung und Siegeswillen er diesen Sport betrieben hat."

Marko wichtig für Vettels Werdegang

Der erste Titel musste bis 2010 warten. Drei weitere folgten 2011 bis 2013. Für Vettel blieben es die erfolgreichsten Jahre in der Formel 1. Auf Markos Einfluss angesprochen, sagt der Deutsche: "Ja, ich glaube, man kann nicht sagen, wie wichtig, beziehungsweise wie elementar Helmut war, von Anfang an."

"Es war nicht immer einfach, aber das ist auch nicht Helmuts Rolle, immer einfach zu sein und nur gute Sachen zu sagen. Aber ich glaube, wir hatten, das war mein Gefühl und ich glaube, das ist auch nach wie vor so, von Anfang an ein sehr, sehr gutes Verhältnis, ein sehr ehrliches und geradliniges Verhältnis zueinander."


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Für ihn sei es wichtig gewesen, sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern die Dinge anzunehmen, sagt Vettel weiter: "Wenn ich Mist gebaut habe, dann wusste ich, er sagt es mir und dann ist auch was dran und ich konnte aus den Situationen immer was lernen."

Vettel mit "vielen schönen Erinnerungen"

"Ich glaube, so bin ich und so sind wir, als Team, zu der Zeit gemeinsam gereift und die Jahre danach sprechen ja in gewisser Weise für sich", hält der Deutsche fest. "Wir hatten ja eine sehr, sehr tolle Zeit und viele schöne Erinnerungen, die auch ein bisschen hochkommen, jetzt, wo es bei mir zu Ende geht."

Denn mit Ablauf dieser Saison beendete Vettel bekanntermaßen seine Formel-1-Karriere als aktiver Fahrer. Aber vielleicht kehrt er ja irgendwann als Berater oder Ähnliches ins Paddock zurück. Marko jedenfalls denkt mitnichten an den Ruhestand.

"Der Helmut, bei ihm geht's ja immer weiter", schmunzelt Vettel, "und deswegen freut es mich, dass er in gewisser Weise die tolle Zeit nochmal aufblühen lassen kann, aber mit eben mit einer bisschen anderen Geschichte." Nämlich mit Max Verstappen.

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