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Trotz Räikkönen-Erfolgen: Frust bei Lopez

Lotus-Besitzer Gerard Lopez ist frustriert darüber, dass Kimi Räikkönen wieder den Sieg verpasst hat, sieht das aber als gutes Zeichen

(Motorsport-Total.com) - Nach fünf Rennen der Formel-1-Saison 2013 kann sich die Bilanz von Kimi Räikkönen mehr als sehen lassen. Dem Sieg beim Auftaktrennen in Melbourne folgten zuletzt drei zweite Plätze in Folge. In der WM-Wertung hat der Finne nun schon 34 Punkte mehr auf dem Konto wie zum selben Zeitpunkt des Vorjahres und liegt nur vier Punkte hinter WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel zurück. Eigentlich müsste die Stimmung bei Lotus prächtig sein. Eigentlich. Doch Teambesitzer Gerard Lopez überrascht nach dem Rennen in Barcelona mit der Aussage: "Ich bin mehr frustriert als erleichtert."

Gerard Lopez

Gerard Lopez: Mit den Erfolgen wachsen auch die Ansprüche

"Das Team leistet großartige Arbeit, das Auto ist fantastisch, daher bist du frustriert, wenn du es fast schaffst, aber aus irgendeinem Grund dann knapp verpasst", trauert Lopez im Gespräch mit 'Sporting Life' einem möglichen Sieg hinterher, der Räikkönen in Barcelona aus eigener Kraft allerdings nicht gelungen wäre. Lopez will seine Aussage nicht als Kritik verstanden wissen, sondern sieht sie als Bestätigung für die Arbeit des Teams.

"Es ist gut, über einen zweiten Platz frustriert zu sein. Das zeigt, wie weit wir gekommen sind", sagt der Luxemburger. Mit den sportlichen Erfolgen seien im Laufe der vergangenen Jahre auch die Erwartungen gestiegen. Die erneute Podiumsplatzierung von Räikkönen lässt seinen Teambesitzer optimistisch auf die weitere Saison blicken. "Der spanische Grand Prix war wichtig, denn dort wird aus allen Rohren gefeuert und die Teams bringen, wie wir auch, die Upgrades ans Auto. Ferrari hat einen großen Schritt gemacht, aber wir waren auch nicht so schlecht. Wir sind stärker als zuvor", analysiert Lopez.

Auch durch den Abgang des Technischen Direktors James Allison, der Lotus in der vergangenen Woche überraschend verlassen hatte, sieht Lopez die Erfolge des Teams nicht gefährdet. Man könne den Verlust, wie schon in der Vergangenheit, aus eigener Kraft kompensieren: "Als Bob Bell ging (Allisons Vorgänger wechselte im April 2011 zu Mercedes, Anm. d. Red.), herrschte außerhalb von Enstone Panik, aber nicht bei uns", erinnert Lopez. "Jetzt ist es genau so, das betrifft uns nicht. Enstone hat erstaunliche Talente."

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