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Toto Wolff: Ferrari braucht Nationaldenken, keine Söldner

Der Mercedes-Sportchef hat die Scuderia 2017 auf der Rechnung und hält es für richtig, die Toppositionen mit Italienern zu besetzen: "Das ist für mich ein Mehrwert"

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Sportchef Toto Wolff hat die Ferrari-Mannschaft als Herausforderer für die Formel-1-Saison 2017 auf der Rechnung. Nicht obwohl, sondern gerade weil die Roten zuletzt von der Strategie abgekommen sind, ihre Spitzenposition im Management- und Technikbereich mit internationalen Spitzenkräften anderer Teams zu besetzen. Wie Wolff der 'Gazzetta dello Sport' laut 'Speedweek' erklärt, seien Italiener die optimale Besetzung für die Mythosmarke: "Ferrari braucht keine Söldner."

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Denn Ferrari lebt auch von der Leidenschaft der Mitarbeiter für die Scuderia - ein Aspekt, der derzeit bei McLaren zu fehlen scheint und für den Niedergang der Truppe mitverantwortlich sein könnte. "Ich bin nicht der Meinung, dass es von Nachteil ist, das Nationaldenken zu betonen", vermutet Wolff und erkennt in der Strategie den Patentweg bei der Aufgabe, an die Spitze zurückzukehren.

Er gratuliert dem Ferrari-Präsidenten und seinem Teamchef: "Ich glaube, dass Sergio Marchionne und Maurizio Arrivabene auf dem richtigen Weg sind. Das ist für mich eher ein Mehrwert", betont er die Wichtigkeit italienischer Angestellter. Dagegen spricht, dass Ferrari zu Zeiten Michael Schumachers mit gegenteiliger Personalpolitik erfolgreich war: mit dem Franzosen Jean Todt als Rennleiter, dem Briten Ross Brawn als Technikchef und dem Südafrikaner Rory Byrne als Designer.


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Nach dem Abgang des Briten James Allison als Technikchef haben 2017 mit seinem Nachfolger Mattia Binotto und Simone Resta als Designer wieder zwei Italiener den Hut auf. Von Arrivabene ganz zu schweigen. Einzige nennenswerte Ausnahme ist der britische Chefingenieur Jock Clear.

Wolff weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann, wenn sich die Autos im Winter komplett verändern: "2012 und 2013 waren wir keine Favoriten. Aber das neue Reglement hat uns in diese Position gebracht. Das kann auch mit Ferrari passieren, die alle Ressourcen besitzen, um wieder zu gewinnen", warnt der Österreicher vor den finanziellen und technischen Mitteln in Maranello.

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