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Strafenflut am Hungaroring: Gleich sechs Piloten sanktioniert

Beim Rennen in Ungarn handeln sich sechs Piloten Strafen ein, darunter auch Weltmeister Lewis Hamilton - Pastor Maldonado wird sogar dreimal sanktioniert

(Motorsport-Total.com) - Beim chaotischen Rennen auf dem Hungaroring behielt am Sonntag nicht jeder Pilot die Übersicht. Die Folge: Eine Menge Arbeit für die Rennkommissare und ein ganzer Haufen an Strafen. Insgesamt achtmal wurden die Stewards um Ex-Formel-1-Pilot Emanuele Pirro tätig - und mahnten ab, was das Zeug hielt. Bei den Piloten kam das logischerweise nicht gut an, doch ein genauerer Blick auf die Vorfälle zeigt, dass die Kommissare bei ihren Entscheidungen kaum Spielraum hatten.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado war mit gleich drei Vergehen der "Strafenkönig" in Ungarn Zoom

Gleich zu Beginn des Rennens erwischte es Felipe Massa: Der Williams-Pilot hatte seine Startposition nicht korrekt eingenommen. Wie er später zugab, konnte er die Markierung seiner Startbox schlicht und ergreifend nicht sehen. Er bekam eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Nächster Übeltäter: Romain Grosjean. Der Franzose wurde von seiner Lotus-Crew beim Boxenstopp unsicher freigegeben. Grosjean selbst trifft keine Schuld, die Fünf-Sekunden-Strafe geht aber in Ordnung.

Kurze Zeit später erwischte es auch seinen Teamkollegen Pastor Maldonado. Der bei der Rennleitung nicht unbekannte Venezolaner räumte Sergio Perez von der Strecke und kassierte dafür eine Durchfahrtsstrafe. Für den Lotus-Piloten sollte es noch schlimmer kommen: Als nächstes wurde er mit 91,6 km/h in der Boxengasse geblitzt und kassierte eine weitere Durchfahrtsstrafe.

Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, überholte er am Ende der Safety-Car-Phase auch noch vor der ersten Safety-Car-Linie und kassierte dafür eine weitere Zehn-Sekunden-Strafe. Dann erwischte es Kimi Räikkönen: Auch der Ferrari-Pilot wurde in der Boxengasse geblitzt und erhielt eine Fünf-Sekunden-Strafe. Und auch auf der Strecke war während und nach der Safety-Car-Phase eine Menge los.


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Max Verstappen war hinter dem Safety-Car zu schnell unterwegs und kassierte eine Durchfahrtsstrafe, Daniil Kwjat überholte Lewis Hamilton außerhalb der Strecke und erhielt eine Zehn-Sekunden-Strafe. Zu guter Letzt reihte sich auch der Weltmeister selbst in die Liste der Übeltäter ein: Für die Kollision mit Daniel Ricciardo wurde ihm eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt.

Da man sich in der Formel 1 im vergangenen Jahr eigentlich darauf geeinigt hatte, in Zukunft weniger Strafen verhängen zu wollen, erscheinen die vielen Sanktionen am Hungaroring zunächst einmal etwas merkwürdig. Gleichzeitig muss allerdings auch angemerkt werden, dass die Rennkommissare nicht jede Aktion ahndeten. Nico Rosberg und Daniel Ricciardo kamen bei ihrer Berührung beispielsweise ungestraft davon.

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