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So erklärt Verstappen seine Schimpftiraden gegen Renault

Max Verstappen legt dar, warum er in der Saison 2018 nicht mit Kritik an Red-Bull-Motorenpartner Renault sparte und was er vom Neustart mit Honda erwartet

(Motorsport-Total.com) - "Ganz ehrlich: Das ist doch ein schlechter Scherz!" Und das ist noch eine der freundlicheren Äußerungen, die Max Verstappen in der vergangenen Formel-1-Saison in Richtung Renault getroffen hat. Der Red-Bull-Fahrer machte aus seinem Unmut in Sachen Motorleistung und -Zuverlässigkeit nie einen Hehl - und erklärt nun, warum es ihm wichtig war, zu jeder Zeit Klartext zu reden statt diplomatisch zu sein.

Max Verstappen

Max Verstappen nimmt bei Kritik kein Blatt vor den Mund Zoom

"Ich wollte [Renault] nie runterputzen. Ich wollte nur die Situation verbessern", meint Verstappen. "Ja, wir haben inzwischen einen Vertrag mit Honda. Aber hätten wir 2019 mit Renault weitergemacht, dann hätte ich gewollt, dass wir Fortschritte machen." Deshalb habe er Probleme klar und unmissverständlich benannt.

"Ich treffe nur klare Aussagen", so der Niederländer. "Ich könnte auch sagen, sie sollen es auf die leichte Schulter nehmen. So bin ich aber nicht. Es kann und es muss besser werden." Dies bringe der sportliche Wettbewerb mit sich, erklärt Verstappen weiter.

"Ich will einfach nur vollen Einsatz, immer. Und man muss auch offen sein für Kritik. Das habe ich gelernt. Es tut mir leid, wenn man damit nicht umgehen kann, aber ich bin nicht aus dem olympischen Gedanken dabei. Ich will gewinnen. Und damit das klappt, müssen alle Beteiligten vollen Einsatz zeigen."


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Das gelte übrigens auch für ihn selbst. Wenn ihm ein Fehler unterlaufe, sei er "sehr gut" dazu in der Lage, das auch zuzugeben. "Ich bin immer sehr ehrlich zu mir selbst, ob ich Mist gebaut habe oder nicht", sagt Verstappen. "[Außerdem] bin ich kein Freund langer Diskussionen, sondern mag kurze, knackige Gespräche mit klaren Antworten."

Ob es eben diese 2019 zum Auftakt der neuen Red-Bull-Partnerschaft mit Honda geben wird? Oder doch langwierige (Krisen-) Sitzungen? Verstappen scheint bereit zu sein, dem neuen Motorenlieferanten eine Gnadenfrist einzuräumen. Er meint: "Ich gehe nicht davon aus, dass es sofort rund läuft. Das kann man nicht erwarten. Ich werde immer konzentriert sein, aber du musst auch an das Projekt glauben und geduldig sein." Eben diese Geduld brachte Verstappen 2018 für Renault nicht (mehr) auf.

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