powered by Motorsport.com

Smedley: "Williams braucht ein besseres Auto als Mercedes"

Williams ist in Spa-Francorchamps nicht das beste Kundenteam - Trotzdem nimmt das Traditionsteam die Spitze ins Visier und will auf den eigenen Stärken aufbauen

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps lief für den Geschmack von Williams nicht nach Plan. Normalerweise glänzt der FW37 mit hohem Topspeed, aber auf der "Ardennen-Achterbahn" war das nicht der Fall. Im Gegensatz zu Mercedes hatte Williams kein optimiertes Flügelpaket für den schnellen Kurs. Felipe Massa kam schließlich als Sechster ins Ziel, Valtteri Bottas wurde nach dem Reifenfauxpas und der fälligen Durchfahrtsstrafe als Neunter gewertet.

Titel-Bild zur News: Felipe Massa

Man beachte den wuchtigen Heckflügel beim Williams FW37 Zoom

Bemerkenswert am Rennergebnis war, dass sich Williams nicht nur hinter dem Mercedes-Werksteam anstellen musste, sondern auch von Lotus und Force India geschlagen wurde. Das zeigt, dass der FW37 in Spa nicht das konkurrenzfähigste Kundenauto im Verfolgerfeld war. Durch den späten Ausfall von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel sammelte das britische Traditionsteam trotzdem um vier WM-Punkte mehr als die Scuderia.

Williams liegt nach dem elften von 19 Saisonrennen immer noch sicher auf dem dritten Platz der Konstrukteurs-WM, aber der Rückstand auf Ferrari beträgt 81 Punkte. Kann man das aufholen? "Realistisch gesehen wird das schwierig", meint Chefingenieur Rob Smedley bei 'Sky Sport F1'. "Es wäre dumm von mir zu sagen, dass das eine einfache Aufgabe wird. Sie haben ein gutes Auto." Smedley und Technikdirektor Pat Symonds betonen oft, dass sie Williams wieder ganz an die Spitze führen wollen.

Doch nun landete man in Spa hinter Lotus und Force India. Außerdem könnte mit Red Bull ein weiteres starkes Team in Zukunft den Mercedes-Antrieb bekommen. Das Werksteam ist ohnehin nicht in Reichweite. "Die Antwort ist simpel, auch wenn es nicht einfach ist. Man muss ein besseres Auto haben", nimmt Smedley seine Mannschaft in die Pflicht. "Mercedes ist beim Antrieb sehr fair zu uns. Wir als Kunde können den Antrieb laufen lassen, wie wir wollen. Wenn wir sie schlagen wollen, brauchen wir ein besseres Auto."

Das nächste Rennen in Monza könnte für Williams ebenfalls schwierig werden, da mit dem gleichen Aerodynamikpaket wie in Spa gefahren wird. Trotzdem glaubt Smedley an die Stärken des FW37 und rechnet sich für die anspruchsvollen Kurse in der zweiten Saisonhälfte einiges aus: "Ich denke, dass ein guter Mix an Kursen kommt. Es gibt Suzuka und Russland mit den langen Geraden. Abu Dhabi sollte zum Beispiel auch gut für uns sein. Es gibt keinen Grund, warum unser Team mit dem dritten Platz zufrieden sein sollte. Egal wie schwierig es ist, wir müssen nach vorne pushen."

Folgen Sie uns!

Anzeige

Formel-1-Datenbank

Formel-1-Datenbank: Ergebnisse und Statistiken seit 1950
Formel-1-Datenbank:
Ergebnisse und Statistiken seit 1950