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Russland-Helmdesign: Fahrerkollegen stellen sich hinter Daniil Kwjat

Fährt Daniil Kwjat seinen Heim-Grand-Prix in Sotschi trotz Verbot seitens der FIA doch mit speziellem Helmdesign? Fahrerkollegen wünschen es ihm

(Motorsport-Total.com) - Regel-Wirrwarr in der Formel 1: Der Automobil-Weltverband (FIA) hat Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat verboten, beim Grand Prix von Russland an diesem Wochenende mit einem speziellen Helmdesign anzutreten, das vom Standarddesign abweicht.

Daniil Kwjat

Wird Daniil Kwjat am Sonntag in Sotschi mit Russland-Helmdesign fahren? Zoom

Grund für das Verbot ist Artikel 9.1 im Sportlichen Formel-1-Reglement. Dort heißt es, dass in puncto Helmdesign im Verlauf einer Saison nur eine Ausnahme erlaubt ist. Der einzige Sonderfall, mit dem sich diese Ausnahme erweitern lässt, ist ein Teamwechsel während der Saison. Im aktuellen Fall geht es aber um etwas anderes, nämlich ein Sonderdesign in den russischen Farben Rot, Blau und Weiß speziell für sein Heimrennen an diesem Wochenende.

Kollegen sprechen sich für Kwjats Russland-Helm aus

Kwjat war bereits beim Grand Prix von Italien in Monza mit einem speziellen Helmdesign unterwegs. Bei seinem Heimrennen wollte und will er erneut mit einem solchen auffallen. Und einige Fahrerkollegen wünschen es dem Russen, dass er ungestraft davonkommt.


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"Man muss sich nur mal Seb anschauen. Er fährt bei fast jedem Rennen mit einem neuen Helmdesign, aber niemand scheint es ihm zu sagen", bemerkt Renault-Pilot Daniel Ricciardo mit Verweis auf Sebastian Vettel. Der Ferrari-Pilot hatte allein in dieser Saison schon vier Helmdesigns im Einsatz, die mehr oder weniger von seinem Standarddesign abwichen: Monaco, Deutschland, Italien und Singapur.

"Er ändert es ständig", ist es nicht nur Ricciardo beim Blick auf Vettels Helme aufgefallen. Umso unverständlicher findet der Australier, dass die FIA am Freitag bei Kwjat hart durchgriff: "Aus irgendeinem Grund haben sie entschieden, sich Dany vorzunehmen. Ich weiß nicht warum. Es ist einfach albern."

"Wir alle haben Dany ermutigend, den Helm trotzdem einzusetzen", offenbart Ricciardo und merkt an: "Er muss ja sowieso schon von hinten starten. Was soll denn noch passieren?" Die Rückversetzung in der Startaufstellung hat Kwjat freilich nicht aufgrund seines Helmdesigns kassiert, sondern deshalb, weil im Heck seines Toro Rosso ein komplett neuer Honda-Motor arbeitet (Übersicht: Formel-1-Motorenstrafen 2019).

Gasly plant Sonderdesign für Suzuka

Mit Verweis darauf merkt Kwjats Teamkollege Pierre Gasly an: "Daniil hat gestern [Freitag] bei Michael (FIA-Rennleiter Michael Masi; Anm. d. Red.) nachgefragt, was ihm im schlimmsten Fall passieren würde, wenn er sein spezielles Helmdesign im Rennen fährt. Von ganz hinten muss er ja ohnehin schon losfahren. Ich denke, sie werden wohl noch einmal nachdenken. Hoffentlich kann darf er es einsetzen."

Gasly ist aber nicht nur im Sinne von Kwjat am Ausgang der Episode interessiert. Er selbst plant für den Grand Prix von Japan in zwei Wochen in Suzuka nämlich ebenfalls ein spezielles Helmdesign. Dieses soll anlässlich des Honda-Heimspiels an die japanische Flagge angelehnt sein. Ob er damit fahren darf?

"Das müssen wir abwarten. Es ist kein grundlegend neues Design, sondern eher so etwas, was Seb macht", sagt Gasly und verweist damit ebenfalls auf Vettel, für den Artikel 9.1 offenbar anders auslegt wird als für andere Fahrer.

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