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Rückschlag im Endspurt: Sauber in Brasilien chancenlos?

Für Marcus Ericsson und Felipe Nasr wird es schwierig, den wichtigen WM-Punkt in Brasilien zu holen - Beim Qualifying waren sie wegen Motorenproblemen unterlegen

(Motorsport-Total.com) - So wird das nichts mehr mit der Last-Minute-Rettung. Sauber kommt in Brasilien nicht auf den grünen Zweig. Massive Motorenprobleme schränkten das Programm von Marcus Ericsson und Felipe Nasr dermaßen ein, dass im Qualifying nicht mehr als die letzten beiden Plätze drin waren. Nur weil Manor-Konkurrent Esteban Ocon eine Strafversetzung bekam, geht es von den Rängen 20 und 21 ins Rennen. Die Hoffnung auf eine Punkteplatzierung rückt in weite Ferne.

Felipe Nasr

Sauber startet in Brasilien unter erschwerten Bedingungen Zoom

"Ich bin sehr enttäuscht von diesem Resultat", macht Nasr keinen Hehl aus seiner Stimmung. "Ich war auf der entscheidenden Runde nicht schlecht unterwegs - bis Kurve 11. In Kurve 12, also kurz vor dem Ziel, bin ich dann in den Verkehr gekommen, was sich nachteilig auf meine Rundenzeit auswirkte. Zudem hatte ich gegen Ende dieser Runde Fehlzündungen. Spätestens da waren meine Chancen auf eine ordentliche Rundenzeit weg."

Sauber kämpft an diesem Wochenende mit der Ferrari-Antriebseinheit, was bereits das Training beeinflusste. Bei Ericsson musste der Motor in den zwei Stunden zwischen dem dritten Freien Training und dem Qualifying sogar gewechselt werden.

"Zuerst möchte ich festhalten, dass ich meiner Boxencrew sehr dankbar bin, dass sie es geschafft hat", sagt er daher. "Sie haben in dieser begrenzten Zeit wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Aber das waren wahrlich keine guten Voraussetzungen für das Qualifying. Wenn man das alles berücksichtigt, hätten wir nicht viel mehr erwarten können."


Fotos: Sauber, Großer Preis von Brasilien


Dem Schweden fehlten am Ende 0,191 Sekunden auf die Zeit von Ocon. Nasr war sogar noch einmal 0,058 Sekunden langsamer. Dabei muss Sauber zwei Rennen vor Saisonende noch so dringend mindestens einen Punkt holen. Derzeit stehen sie in der Konstrukteurswertung nämlich noch immer auf den letzten Platz, weil Manor noch von dem Punkt zehrt, den Pascal Wehrlein in Österreich holte.

Die Konkurrenz scheint dem Schweizer Team in Sao Paulo etwas voraus zu haben. Aber der Brasilianer Nasr gibt die Hoffnung nicht auf: "Im Rennen kann hier vieles passieren, nicht zuletzt wegen der schnell wechselnden Wetterbedingungen. Meinem Heimrennen sehe ich nach wie vor positiv entgegen."