Startseite Menü

Ross Brawn stellt rein elektrische Formel 1 in Aussicht

Laut Ross Brawn könnte sich die Formel 1 jederzeit von Benzinmotoren auf Elektroantriebe wechseln, doch der Formel-E-Boss widerspricht

(Motorsport-Total.com) - Wie sieht das Antriebskonzept der Zukunft aus? Mit dieser Frage wurde Formel-1-Sportchef Ross Brawn beim Podcast 'F1 Fan Voice' konfrontiert. Seine Antwort: Es muss nicht beim Verbrennungsmotor bleiben. Vielmehr sei eine rein elektrische Zukunft für die Formel 1 denkbar. "Mit der Balance zwischen Sport und Relevanz wird sich die Rennserie immer weiterentwickeln", sagt Brawn. "Sollte in fünf, zehn oder wie vielen Jahren auch immer der Wunsch nach einem anderen Antrieb aufkommen, dann machen wir es. Es gibt nichts, was uns künftig davon abhalten könnte, rein elektrisch angetriebene Formel-1-Autos zu haben."

Honda Motor 2017

Benziner, Hybrid, Elektro: Wie sieht das Motorenkonzept der Formel 1 künftig aus? Zoom

Doch diese Aussage ruft Formel-E-Chef Alejandro Agag auf den Plan. Dessen Rennserie fährt bekanntlich seit 2014 mit eben solchen rein elektrisch angetriebenen Formelautos. Und er sagt: "Ross meint, die Formel 1 könnte in zehn Jahren elektrisch fahren, aber das kann sie eben nicht. Die Formel E verfügt über eine exklusive Lizenz mit dem Automobil-Weltverband für 25 Saisons - und wir haben gerade erst vier davon hinter uns gebracht. Die Formel 1 könnte also frühestens 2039 rein elektrisch fahren, und nur, wenn wir unser Abkommen mit der FIA dann nicht verlängern."

Sollte ein Wechsel von Verbrennungs- auf Elektromotoren für die Formel 1 tatsächlich in Betracht gezogen werden, Agag würde sich einer Diskussion nicht versperren, wie er sagt. "Wir können natürlich über alles reden. Ich stehe jederzeit für Gespräche zur Verfügung", erklärt der Serienchef der Formel E. "Aber wenn sie nicht mit mir reden, dann können sie nichts rein Elektrisches auf die Beine stellen. Sie könnten es nur außerhalb des FIA-Hoheitsbereichs machen, aber dann hieße die Rennserie nicht mehr Formel 1, weil die FIA den Markennamen besitzt. Die Sachlage ist also ziemlich klar."


Formel 1 2017: Mercedes zeigt Verbrennungsprozess

In seiner Technikserie "Formel 1 2017 erklärt" widmet sich Mercedes in der neuesten Folge dem Verbrennungsprozess. Weitere Formel-1-Videos

Er könne ungeachtet dessen gut verstehen, weshalb die Formel 1 eine elektrische Zukunft in Betracht zieht, sagt Agag. "Man sieht wie rasch die Formel E wächst. Selbst Bernie [Ecclestone] meinte vor einigen Monaten, die Formel 1 müsse rein elektrisch werden." Brawn wiederum meint, die Formel E stecke in vielerlei Hinsicht noch "in den Kinderschuhen", trumpfe vor allem durch ihren Eventcharakter auf. "Die Formel 1", sagt Brawn, "ist anders. Es ist die Königsklasse des Motorsports" - mit irren Topspeeds, den besten Fahrern, namhaften Teams. Die Formel E sei dagegen eher eine "kleine Nummer", so Brawn.

Laut dem Formel-1-Sportchef könne seine Rennserie ihre Zukunft frei entscheiden. "Sofern es reizvoll wäre und uns unseren Zielen näherbrächte, dann könnte es in fünf oder zehn Jahren in die Richtung eines anderen Antriebs gehen, dann wird es so kommen", sagt Brawn. "Aber wer weiß denn schon, wo wir in zehn Jahren stehen? Keiner kann sagen, was dann sein wird. Doch die Formel 1 wird den richtigen Weg einschlagen." Ob sie dabei auf Konfrontationskurs mit der Formel E gehen wird, bleibt abzuwarten.

Das neueste von Motor1.com

Mehr zum Skoda Kodiaq GT
Mehr zum Skoda Kodiaq GT

Neuheiten 2018, 2019, 2020: Alle neuen Autos im Überblick
Neuheiten 2018, 2019, 2020: Alle neuen Autos im Überblick

W-Series im Rahmen der DTM: Berger musste erst überzeugt werden
W-Series im Rahmen der DTM: Berger musste erst überzeugt werden

Audi Q7 und SQ7 2019: Facelift in Sicht
Audi Q7 und SQ7 2019: Facelift in Sicht

Hyundai i40 Kombi 2019: Facelift statt Ende
Hyundai i40 Kombi 2019: Facelift statt Ende

Mercedes E-Klasse für 2020 als Erlkönig
Mercedes E-Klasse für 2020 als Erlkönig

Aktuelle Bildergalerien

Schumachers erster WM-Titelgewinn mit Ferrari
Mika Häkkinen zurück in seinem Weltmeister-Auto
Mika Häkkinen zurück in seinem Weltmeister-Auto

Formel-1-Tickets

ANZEIGE

Motorsport-Total Business Club

Folgen Sie uns!

class="teaser_container teaser-htmlcode relative row">

Motorsport-Total.com auf Facebook

Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden! Hinweis: Auch auf Google+ sind wir natürlich präsent!

Motorsport-Total.com auf Twitter

Neueste Diskussions-Themen