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Robert Kubica: Formel 1 hat sich seit seiner ersten Karriere enorm verändert

Mehr als acht Jahre war Robert Kubica kein Formel-1-Rennen mehr gefahren - Der Pole spricht über die Dinge, die sich seit damals in der Königsklasse geändert haben

(Motorsport-Total.com) - Robert Kubica absolvierte in Melbourne seinen ersten Grand Prix nach einer Zwangspause von mehr als acht Jahren. Zwar testete der Pole bereits in den vergangenen Jahren wieder in der Formel 1, in Australien und Bahrain nahm er nun aber erstmals seit Ende 2010 auch wieder an echten Rennen teil. Und Kubica, der 2006 in die Königsklasse kam, berichtet, dass sich seit seiner "ersten Karriere" vieles verändert hat.

Robert Kubica

Robert Kubica feierte nach mehr als acht Jahren sein Formel-1-Comeback Zoom

"Ehrlich gesagt hat sich die Formel 1 stark verändert - nicht nur aus technischer Sicht sondern auch für den Fahrer", verrät er. Einige Dinge seien zwar noch immer gleich, viele aber auch "ganz anders" - zum Beispiel die Reifen. Zu Beginn seiner Formel-1-Karriere gab es mit Bridgestone und Michelin noch zwei verschiedene Reifenhersteller. Einheitsreifen gibt es in der Königsklasse erst seit 2007.

"Als ich 2006 anfing, gingen 80 Prozent der Arbeit in die Reifen", erinnert er sich zurück. Man habe damals sehr eng mit seinem Reifenhersteller zusammengearbeitet. Durch die Einheitsreifen ist die Situation heute ganz anders. "Insgesamt ist die Rennpace eine ganz andere als früher", erklärt Kubica zudem und ergänzt: "Besonders in Situationen, in denen man Probleme mit dem Grip hat. Die Reifen sind ein extrem wichtiger Faktor."

Daten machen kaum einen Unterschied

Mit den Pirelli-Reifen ist Kubica in Melbourne sein erstes Rennen überhaupt gefahren. Als er die Königsklasse Ende 2010 gezwungenermaßen verließ, kamen die Pneus noch von Bridgestone. Die Autos selbst sind heute viel technischer und komplizierter als früher - zum Beispiel durch die hochkomplexen Motoren. Doch Kubica erklärt, dass das für den Fahrer gar nicht so einen großen Unterschied mache.

Robert Kubica

2006 ging Robert Kubica seine ersten Schritte in der Formel 1 Zoom

"Auch wenn es komplexer ist, hat der Fahrer damit nichts zu tun, weil die Ingenieure alles erledigen", berichtet er. Es gebe für alles Simulationen und viele Daten - vielleicht sogar zu viele? "Es ist nicht so, als gebe es jetzt mehr Daten als 2006", relativiert Kubica. Der Fokus habe sich lediglich in andere Bereiche als früher verlagert. Wäre die Formel 1 also mit weniger Daten vielleicht ausgeglichener?

"Ich denke, dass das Endergebnis das gleiche wäre", zuckt Kubica die Schultern. "Man kann nicht in die 80er oder 70er zurückkehren, weil sich die ganze Welt und die Technologie vorwärts bewegt. Und ich denke, dass die Formel 1 der Gipfel des Motorsports sein muss", erklärt er und ergänzt: "Am Ende hat ein Straßenauto mehr Sensoren als ein Formel-1-Auto - und das ergibt keinen Sinn."

Kubica "ziemlich zufrieden" mit Performance

Überraschend kamen all diese Änderungen für ihn natürlich nicht. Bei den Tests konnte sich Kubica bereits darauf vorbereiten. Und so sei sein Formel-1-Comeback nach mehr als acht Jahren für ihn persönlich "wie erwartet" gelaufen. "Ich hatte keine Zweifel, aber natürlich bin ich in den vergangenen Jahren keine langen Rennen mehr gefahren, und dann gibt es immer ein Fragezeichen", erklärt der Pole.


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"Mein physisches Level ist gut, und ich hatte während der Rennen keine Probleme. Da haben sich vermutlich die meisten Leute Sorgen gemacht", so Kubica. Im Cockpit habe er aber auch während der langen Rennen keine Probleme gehabt. Natürlich sei es für ihn wegen der sportlichen Situation bei Williams "definitiv kein leichter Start" gewesen. "Aus meiner Perspektive gibt es aber auch einige positive Dinge, und das ist das Wichtigste", so der 34-Jährige.

Er sei "ziemlich zufrieden" mit seiner eigenen Leistung. Und tatsächlich seien die beiden Rennen für ihn auch sehr wichtig gewesen - obwohl er im FW42 bislang nur hinterherfahren konnte. Doch Kubica erklärt, dass das Auto irgendwann besser werden wird. Und wenn der Tag komme, sei er durch die aktuelle Arbeit und die viele Zeit im Auto dann bestens vorberietet.

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