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Red Bull zur Vettel-Strafe: "Müssen wir akzeptieren"

Von Platz zwei auf Rang fünf: Red Bull nimmt die Strafe gegen Sebastian Vettel zur Kenntnis, macht aber keinen Hehl aus der Enttäuschung im Team

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel (Red Bull) versuchte wirklich alles, um Jenson Button (McLaren) in der Schlussphase des Großen Preises von Deutschland noch den zweiten Platz abzujagen. Doch dabei schoss der WM-Titelverteidiger in Hockenheim etwas über das Ziel hinaus. Buchstäblich, denn ausgangs von Kurve sechs ging Vettel jenseits des Randsteins an Button vorbei. Und das entspricht nicht den Regeln.

Sebastian Vettel, Jenson Button

Sebastian Vettel neben der Spur - rechts das linke Vorderrad von Jenson Button Zoom

Es dauerte daher nicht sehr lange, bis die Rennleitung von Deutschland eine Untersuchung gegen den aktuellen Weltmeister einleitete. Wenig später verkündete man das Urteil: Vettel verliert demnach den zweiten Platz und rutscht aufgrund einer 20-Sekunden-Strafe noch bis auf Platz fünf ab. Was Red Bull - natürlich nicht allzu begeistert - hinnimmt. Teamchef Christian Horner ist aber "not amused".

"Die Strafe ist dem Vergehen nicht angemessen, aber leider war es die einzige mögliche Strafe, die die FIA in ihrem Reglement vorgesehen hat", wird der Brite vom 'SID' zitiert. Vettel selbst sei nach der Bestrafung "natürlich sehr enttäuscht", meint Horner. "Die Strafe ist sehr hart, vor allem wenn du vorher so einen guten Job gemacht hast. Wir müssen sie aber akzeptieren und respektieren."

Und man habe fest vor, bereits in wenigen Tagen erneut anzugreifen. "Seb hat einen sehr starken Charakter", sagt Horner über seinen Fahrer. "Er wird sicher wieder zurückkommen. Am besten schon in der nächsten Woche in Budapest." Sam Michael, Sportdirektor bei McLaren, empfindet die Reaktion der Rennleitung indes als vollkommen richtig, weil Vettel gegen die Formel-1-Regeln verstoßen habe.


Fotos: Sebastian Vettel, Großer Preis von Deutschland


"Die Rennkommissare entschieden zugunsten von Jenson, weil Vettel die Strecke verlassen und sich einen Vorteil verschafft hatte", erklärt der Australier bei 'Autosport' und fügt hinzu: "Wäre Vettel auf dem Kurs geblieben, hätte er das Manöver nicht abschließen können. Die Rennkommissare sahen das genauso. Deshalb wurde er bestraft", meint Michael. "Jenson hat ihm genug Raum gelassen."

"Er schob ihn nicht von der Strecke. Vettel entschied sich früh, am Scheitelpunkt der Kurve, die Rennlinie zu verlassen. Das kann man daran sehen, wie er aus der Kurve herausbeschleunigt und auf die nächste Gerade einbiegt. Es gibt keinen plötzlichen Lenkeinschlag, mit dem er versuchen würde, auf der Strecke zu bleiben. Deshalb entschieden die Rennkommissare zugunsten von Jenson."

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