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Red Bull überzeugt: Ricciardo & Kwjat auf dem richtigen Weg

Red-Bull-Teamchef Christian Horner gibt seiner Fahrerpaarung eine einfache Anweisung: Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat sollen weitermachen wie bisher

(Motorsport-Total.com) - McLaren hat nach eigenen Angaben die "Beste Fahrerpaarung der Welt", Ferrari glänzt mit zwei Hochklasse-Weltmeistern und bei Mercedes kämpft Jahr um Jahr ein Topfahrer-Duo um den Titel. Aber auch Red Bull weiß, was sie an Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat haben. Die Eigengewächse bekommen für ihre zweite gemeinsame Saison eine ganz einfache Aufgabe: weitermachen wie bisher. Denn das viermalige Weltmeisterteam will weiter auf den eigenen Nachwuchs setzen, statt im Pool der Topfahrer zu fischen.

Daniel Ricciardo, Daniil Kwjat

Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat gehen mit Vorschusslorbeeren in die Saison Zoom

Gegenüber 'Motorsport-Total.com' äußert sich Teamchef Christian Horner jedenfalls äußerst zufrieden mit seiner Fahrerpaarung: "Ich denke, es gibt zwischen ihnen eine starke Dynamik und Partnerschaft. Sie entwickeln sich beide weiter und werden stärker."

Das Talentschmieden-Prinzip hatte sich bei Red Bull spätestens nach den vier Weltmeister-Jahren und dem Auflösen der explosiven Mischung mit Sebastian Vettel und Mark Webber durchgesetzt. Aus dem Ausbilder-Team Toro Rosso kam mit Ricciardo 2014 frischer Wind an Bord, der selbst den viermaligen Champion aufmischen konnte. Durchstarter Kwjat hatte als Vettel-Nachfolger 2015 zwar Anlaufschwierigkeiten, reagierte nach Kritik von oben aber zufriedenstellend.

"Kwjat ist in der zweiten Hälfte vergangenen Jahres regelrecht aufgeblüht und hat mit Ricciardo, der sich mittlerweile als Topfahrer in der Formel 1 etabliert hat, eine starke Benchmark", erklärt Horner. "Es ist eine starke Paarung, die aber auch gut aus Teamperspektive zusammenarbeitet. Sie kommunizieren und arbeiten gut miteinander."


Fotos: Red Bull, Test in Barcelona


Ricciardo mit seinen drei Siegen und Kwjat mit seinem starken zweiten Platz in Budapest 2015 haben daher ihre Daseinsberechtigung in dem Topteam - und den Vorteil, als Eigenkreationen Investitionskosten zu sparen. Immerhin zeigten zu den besten Zeiten auch Champions wie Lewis Hamilton oder Kimi Räikkönen Interesse, nach Milton Keynes zu kommen. Das wäre dem Team von den Fahrergehältern her deutlich teurer gekommen.

"Red Bull hat eine lange und erfolgreiche Tradition in junge Talente zu investieren", betont Horner aber. "Vettel, die beiden Dans und jetzt Max Verstappen und Carlos Sainz kommen alle aus dem Red-Bull-Juniorprogramm. Die Formel 1 ist aber wie ein Ballon. Egal wie viel Geld man hat, sobald man an einer Ecke spart, gibt man es an einer anderen aus."