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Pirellis Regenreifen: Ein Radikaler wird gesellschaftsfähig

Sportchef Hembery erklärt, wieso eine neue Mischung und Konstruktion für mehr Spannung sorgen - Runderneuerte Version vier Sekunden schneller?

(Motorsport-Total.com) - Pirellis alter Vollregenreifen war ein Fall für das Museum, ehe er überhaupt richtig Auslauf bekam. Schließlich spielte sich bei großer Nässe stets ein Szenario ab: Die Rennleitung wartete mit der Freigabe des Fahrbetriebs so lange, bis die Teams ohnehin auf die Intermediates setzten und damit deutlich schneller waren. Die Italiener haben auf die Situation reagiert und sahen ihr neues Produkt zu Beginn der Saison 2014 gleich zweimal dem Ernstfall ausgesetzt. Mit Bravour bestanden, findet Paul Hembery.

Pirelli-Regenreifen

Steht jetzt nicht mehr im Abseits: die neuen Pirelli-Regenreifen Zoom

Der Sportchef lobt den neuen, blau markierten Vollregenreifen: "Da scheinen wir vorangekommen zu sein", bilanziert Hembery. Zwei Aspekte sprechen für seine Zuversicht. Erstens ist der Pneu näher am Intermediate, was ihn generell nutzbarer macht. "Im Qualifying in Australien haben wir das vergegenwärtigt bekommen", erinnert sich der Brite und ist erfreut: "Früher war es klar, wo die Trennlinie war. Jetzt haben wir einen Reifen, der unmittelbar an den anderen anschließt und so viel nützlicher wird."

Der Fortschritt liegt in der Verbesserung der Leistung bei Aquaplaning, wofür Mischung und Konstruktion verändert wurden. Hembery sieht in Malaysia einen Präzedenzfall: "Von den Teams kam gar nichts zum Thema Aquaplaning. Das einzige, was wir im Jahr zuvor von den Teams gehört hatten, waren Beschwerden über Aquaplaning." Nichtsdestotrotz gibt es noch ein Szenario, das Pirelli Sorge bereitet: Es geht um das klassische Tropenklima mit Regen, aber ohne fallende Temperaturen.

Da Malaysia, wo die Asphaltbeschaffenheit zusätzlich dazu beiträgt, bereits abgehandelt ist, droht es nur noch in Singapur. "Da könnte es zu einem Überhitzen kommen", weiß Hembery, zeigt sich mit Blick auf den europäischen Sommer sowie Kanada, Russland, Japan und Brasilien aber unbesorgt. Und was ist mit den Rundenzeiten? "Wir hatten einen Gummi, der zu resistent gegen Blistering war", meint der Pirelli-Sportchef. "Als wir in Barcelona mit dem alten Red Bull getestet haben, war der Vollregenreifen unter identischen Bedingungen vier Sekunden schneller."

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