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  • 20.07.2012 · 18:34

  • von Stefan Ziegler

Pirelli in Hockenheim: Alle Reifensorten sind im Einsatz

Slicks, Intermediates, Regenreifen und auch eine Experimental-Mischung: Pirelli war am Freitag von Hockenheim mit allen Pneus auf der Strecke vertreten

(Motorsport-Total.com) - Aus der Sicht des Formel-1-Reifenlieferanten war der Auftakt zum Großen Preis von Deutschland ein voller Erfolg. Der Grund: Sämtliche Reifensorten, die Pirelli nach Hockenheim gebracht hatte, waren schon am Freitag im Einsatz. Neben Slicks, Intermediates und Regenreifen kam nämlich auch die neue Experimental-Mischung eines harten Pneus zu seiner Fahrpremiere. Allerdings nur sehr kurz.

Sergio Perez

Sergio Perez und seine Kollegen fuhren in Hockenheim auch mit Intermediates

Die wechselhaften Bedingungen - immer wieder gingen mehr oder weniger heftige Schauer über dem Hockenheimring nieder - gestatteten es den Fahrern und ihren Teams nur bedingt, einen sinnvollen Trainingsbetrieb abzuhalten. Entsprechend wenig setzten sich die Piloten mit der neuen Mischung aus dem Hause Pirelli auseinander. Eigentlich hatte man sich dort etwas mehr Rückmeldung erhofft.

"Die wechselhaften Bedingungen hatten halt zur Folge, dass die Fahrer keine allzu sicheren Schlüsse aus den Testreifen ziehen könnten", meint Paul Hembery, der Motorsport-Direktor von Pirelli. Der Brite hatte, wie viele andere aus dem Formel-1-Zirkus, auch nicht damit gerechnet, dass Hockenheim vom Regen heimgesucht werden würde - vor allem nicht nach Silverstone. "Doch der Regen kam zurück."


Fotos: Großer Preis von Deutschland


"Die Situation am Vormittag war aber ganz anders als in Silverstone", erklärt Hembery und fährt fort: "Die Strecke trocknete zwischen den Schauern nämlich sehr rasch ab. Es war nicht einmal nass genug für die Intermediate-Reifen. Außerdem konnten die Piloten auch im Trockenen fahren. Am Nachmittag war es deutlich nasser." Selbst dabei habe man aber nützliche Erkenntnisse gewonnen.

"Durch die unterschiedlichen Bedingungen konnten die Teams wenigstens den Wechselzeitpunkt für die verschiedenen Reifensorten ermitteln. Das könnte sich speziell für das Qualifying bezahlt machen", sagt Hembery. Und für Pirelli glich der Trainingstag einer Entdeckungsreise. "Mit der Formel 1 waren wir schließlich noch nie in Hockenheim", meint Hembery. Zumindest nicht seit 2011.

In eben diesem Jahr kehrte Pirelli in die Formel 1 zurück, doch die Formel 1 fuhr damals nur am Nürburgring. "Deshalb war es wichtig, heute möglichst viele Informationen zusammenzutragen", erklärt Hembery. Der Brite fügt hinzu: "Weil am Samstag ebenfalls wechselhaftes Wetter erwartet wird, war der Freitag keineswegs eine Verschwendung, was das Sammeln von Daten anbelangt."