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Norris nach Unfällen in Kurve 13 sauer: "Man muss uns einfach zuhören"

Lando Norris hofft, dass die FIA aus der Entscheidung, in Kurve 13 von Miami keine Tecpro-Barriere zu installieren, lernt und künftig besser auf die Fahrer hört

(Motorsport-Total.com) - In Kurve 13 ereigneten sich während der Formel-1-Trainings in Miami zwei schwere Unfälle, was die Fahrer noch im Laufe des Rennwochenendes dazu veranlasste, einen besseren Schutz vor der Mauer in diesem Bereich der Strecke zu fordern.

Esteban Ocon

Esteban Ocon prallte mit 51g in die Mauer - das Chassis seins Alpine brach Zoom

So sprachen sich viele Piloten gegen die Entscheidung der FIA-Offiziellen aus, am Kurvenausgang keine Tecpro-Barriere zu installieren, anzubringen, darunter auch Lando Norris, der mit weiteren Gesprächen beim nächsten Rennen in Barcelona rechnet.

"Ich denke, wir lernen aus Fehlern, und ich hoffe, dass sie aus dem, was passiert ist, lernen", sagt er mit Blick auf die Einschläge von Carlos Sainz und Esteban Ocon.

Fahrer wollten schon nach erstem Crash nachbessern

Sainz war im zweiten Training am Freitag in der Ausfahrt von Kurve 13 verunglückt und in die Betonmauer eingeschlagen. Der Ferrari-Pilot hatte den Rest des Wochenendes mit Nackenschmerzen zu kämpfen. Er sprach den Vorfall noch am selben Tag bei der Fahrerbesprechung und schlug vor, in der Kurve eine Tecpro-Barriere aufzustellen, doch es wurde nichts unternommen.

Ocon krachte dann am Samstag in derselben Kurve mit einer Kraft von 51g. Dabei brach das Chassis seines Alpine, sodass er nicht am Qualifying teilnehmen konnte. Ocon fuhr im Rennen zwar noch auf Platz acht vor, räumte aber danach ein, dass er infolge des harten Aufpralls körperlich zu kämpfen hatte.


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"Als Fahrer verstehen wir die Dinge anders als jemand, der das Auto nicht fährt", betont Norris. "Es ist wichtig, dass Ratschläge, die wir geben, beherzigt werden und dass Maßnahmen ergriffen werden. Gerade in diesem Fall denke ich, dass es eine viel größere Konsequenz hat, dort keine Tecpro-Barriere zu haben."

Norris fühlt sich von der FIA nicht ernst genommen

"Es ist einmal passiert, wir haben etwas gesagt und es wurde nichts getan. Es ist wieder passiert, und es war noch schlimmer. Man muss uns einfach zuhören", ärgert sich der Brite.

"Wir sind diejenigen, die die Autos fahren. In vielen Dingen wissen wir mehr als sie, in manchen wissen sie es besser als wir. Wir müssen einfach mehr zusammenarbeiten. Aber im Moment scheint es so, als würde man uns nicht so viel Gehör schenken."

Und das, obwohl es sich um ein "ziemlich großes Sicherheitsthema" handele, bei dem die FIA nicht auf die Fahrer eingegangen sei, was sich auch als "sehr kostspielig" erwiesen habe, fügt Norris hinzu. "Das Chassis von Esteban ist gebrochen. Sie müssen einfach ein bisschen mehr unternehmen", fordert er.


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Ocon selbst sagte, dass "alles kaputt war", und lobte die Bemühungen seines Alpine-Teams, die Reparaturen über Nacht abzuschließen, damit er am Sonntag am Rennen teilnehmen konnte. Teamchef Otmar Szafnauer räumte zwar ein, dass man im Nachhinein leicht sagen könne, man hätte als FIA anders entscheiden sollen, forderte den Verband aber zugleich auf, seine Entscheidung zu überprüfen.

Szafnauer: Tecpro-Barriere wäre sicherer gewesen

"Im Rückblick sollte die FIA eine Überprüfung vornehmen", so Szafnauer. "Meine persönliche Meinung ist, dass es sicherer gewesen wäre, eine Tecpro-Barriere zu haben."

"Es ist nicht die Aufgabe der FIA, die Autos zu schützen, aber der Schutz der Autos und der Fahrer hängt eng zusammen. Und wenn das Auto beschädigt wird, kann auch der Fahrer verletzt werden", sagt Szafnauer weiter und ergänzt: "Die andere Sache, die wir uns vielleicht ansehen sollten, ist die Möglichkeit eines dritten Autos."

"Früher wäre es das T-Auto gewesen. Ich glaube nicht, dass wir auf ein solches Ersatzauto umsteigen müssen, denn dann braucht man zusätzliche Leute. Aber wenn das Auto mit den gleichen Teilen, die du schon hier hast, etwas weiter aufgebaut ist, dann hast du bessere Chancen, es für das Qualifying zu reparieren."

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