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Noch diese Woche: "Porpoising"-Treffen der FIA mit F1-Technikchefs

Das Ringen um eine Lösung für das "Porpoising" geht weiter: In dieser Woche will sich die FIA mit den Formel-1-Technikchefs treffen und an einem Konsens arbeiten

(Motorsport-Total.com) - Die Technikchefs der Formel-1-Teams werden sich in dieser Woche mit der FIA treffen, um noch vor dem Grand Prix von Großbritannien eine Lösung für die Kontroverse um das "Porpoising"-Problem zu finden, wie die globale Ausgabe von 'Motorsport.com' erfahren hat.

George Russell, Kevin Magnussen

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Die FIA hatte jüngst eine neue technische Richtlinie herausgegeben, um das Hüpfen der Autos zu minimieren, was am Rennwochenende in Kanada eine Kontroverse auslöste.

Viele Formel-1-Teams waren zum einen verärgert über die späte Ankündigung, und bei einer Reihe von Konkurrenten herrschte außerdem Verwirrung darüber, ob die neuen Vorgaben bereits am jüngsten Rennwochenende gelten sollten oder nicht.

Kein Konsens zum Umgang mit "Porpoising"

Die Meinungsverschiedenheiten in der Boxengasse erreichten am Samstag bei einem Treffen der Teamchefs ihren Höhepunkt, als Mercedes-Teamchef Toto Wolff wütend über das seiner Meinung nach "erbärmliche" Verhalten seiner Kollegen war, weil sie die Notwendigkeit der Maßnahmen infrage stellten.

Da in Montreal kein Konsens zwischen den Teams erzielt werden konnte, wird die FIA nun versuchen, die Dinge voranzutreiben, wenn sich ihr Technikchef Nikolas Tombazis Ende dieser Woche mit den technischen Direktoren der Formel-1-Teams trifft.


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Man hofft, dass die Diskussionen abseits des Trubels eines Rennwochenendes eine überlegtere Herangehensweise bei der Suche nach Lösungen ermöglichen werden.

Was kann kurz- und langfristig getan werden?

Bei den Gesprächen wird es wahrscheinlich um die Analyse der ersten Daten gehen, die die FIA am Montreal-Wochenende zum "Porpoising" gesammelt hat, und um die Frage, ob es durchführbar ist, irgendwann in der Zukunft Grenzwerte einzuführen oder nicht.

Die FIA möchte von den Teams auch Informationen über mögliche Änderungen am technischen Reglement für 2023 einholen, die ihnen mehr Spielraum geben könnten, um das Problem längerfristig zu lösen. Dies könnte Änderungen an der Aerodynamik, überarbeitete Aufhängungssysteme oder sogar die Aufhebung des Verbots von Hilfsmitteln wie Massendämpfern beinhalten.


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In Montreal betonte Wolff, wie wichtig es sei, dass die Teams das Thema ernst nehmen. "Ich denke, dass die politischen Manöver, die hier stattfinden, nicht berücksichtigen, was der Kern dieses Themas ist", kritisiert er die Einstellung mancher Kollegen.

Gesundheit der Fahrer muss geschützt werden

"Der Kern dieses Themas ist, dass sich die Fahrer seit Saisonbeginn über Schmerzen beim Fahren dieser Autos klagen. Rückenschmerzen, verschwommene Sicht, wir sprechen von Mikro-Gehirnerschütterungen. Und in buchstäblich jedem Team haben Fahrer dieses Thema angesprochen", betont Wolff die Tragweite.

"Das ist etwas, das wir einfach angehen müssen, was auch immer die Lösung ist, was auch immer technisch umgesetzt werden kann. Es geht um uns alle, die Teamchefs und die Teams: Wir haben die Verantwortung, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen."

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