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Nikita Masepin: Hoffe auf "Angebot von einem besseren Team"

Nikita Masepin weiß, dass er sich sein erstes Formel-1-Auto nicht aussuchen kann und hofft irgendwann auf ein besseres Team - Kein absichtlicher Bad Boy

(Motorsport-Total.com) - Bei Haas fährt Nikita Masepin 2021 im augenscheinlich schlechtesten Auto der Formel 1, mit dem er aus eigener Kraft kaum eine Chance auf Punkte hat, doch der Russe träumt schon in seiner ersten Saison von mehr. Er hofft, dass er irgendwann ein Angebot von einem besseren Team bekommen wird, mit dem er nicht mehr um die Rote Laterne fährt.

Nikita Masepin (Haas) vor dem Formel-1-Rennen in Istanbul 2021

Nikita Masepin denkt schon an den nächsten Schritt Zoom

"Wenn man in die Formel 1 kommt, kann man sich sein Auto sowieso nicht aussuchen. Für mich war es wichtig, überhaupt die Formel 1 zu erreichen", sagt er im Gespräch mit 'auto motor und sport'. Bei Haas findet er "das anspruchsvollste" Auto vor, das er je in seiner Rennkarriere gefahren ist.

Denn schon die Grundlage war mit WM-Rang neun im Vorjahr schlecht, und wenn es dann keine Weiterentwicklung gibt, wird es vor allem für Rookies umso schwieriger. Doch von seinen Tests mit Mercedes weiß Masepin, wie gut sich ein Formel-1-Auto anfühlen kann - und da will er irgendwann hin.

"Da habe ich ein paar Sachen gelernt, die ich jetzt bei Haas anwenden kann", sagt er. "Hoffentlich kann ich dabei helfen, das Team besser zu machen. Und vielleicht bekomme ich dann auch irgendwann ein Angebot von einem besseren Team."

Sportlich hat Masepin in dieser Saison jedoch bislang wenig Schlagzeilen geschrieben. Wenn er im Rampenlicht stand, dann wegen anderer Dinge: etwa die Grapschaffäre vor der Saison oder seine überharten Manöver - auch gegen den eigenen Teamkollegen.


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Masepin selbst sagt, dass er Kritik an seiner Person eigentlich nicht spürt - mit einer Ausnahme: "Natürlich gab es berechtigte Kritik an dem, was vor der Saison gelaufen ist", gibt er zu. "Da hatten einige Leute schon ihre vorgefertigte Meinung. Aber man muss sich treu bleiben. Man lernt immer dazu und entwickelt sich weiter. Ich war ja gerade noch ein Teenager."

Das Image eines harten Hundes pflege er "auf keinen Fall" absichtlich, wie er betont: "Das kommt vielleicht manchmal so rüber, wenn man auf der Strecke mit unterlegenem Material gegen deutlich schnellere Autos kämpft", sagt er. "Man versucht alles, um für das Team vielleicht doch irgendwie einen Punkt zu holen. Manchmal unterlaufen mir dabei Fehler."

"Ich analysiere das und versuche es beim nächsten Mal besser zu machen. Aber ich versuche sicher nicht, absichtlich der Bad Boy zu sein." Denn: "Ich bin hier in diesem Fahrerlager, um mein Team und meinen Vater stolz zu machen."