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Neue Rolle für Chase Carey: "Möchte helfen, aber nicht im Weg stehen"

Chase Carey wird sich im Januar als Formel-1-Boss verabschieden und wieder in die USA ziehen - Mit Stefano Domenicali verbindet ihn eine gemeinsame Vision

(Motorsport-Total.com) - Chase Carey wird ab 2021 seinen Posten als Formel-1-Boss an Stefano Domenicali abtreten. Der Amerikaner hatte die Geschäfte seit der Übernahme von Liberty Media geführt und wird als nebenamtlicher Geschäftsführer nur noch eine beratende Rolle einnehmen. Seine Zeit als Formel-1-Boss behält er dabei aber in positiver Erinnerung.

Chase Carey

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"Es war großartig", bilanziert Carey gegenüber 'Sky'. "Es war anders als alles andere, was ich in meinem Leben davor gemacht habe. Es war außergewöhnlich. Es ist ein außergewöhnlicher Sport mit unglaublichen Sportlern, die unglaubliche Dinge tun. Es war toll, ein Teil davon zu sein."

Carey ist überzeugt davon, dass er die Formel 1 auch nach einem schwierigen Jahr in einer guten Position übergeben wird: "Ich glaube, dass vor uns eine großartige Zukunft liegt", sagt er und freut sich bereits auf seinen Nachfolger: "Stefano dann zu haben, ist toll. Er kennt den Sport und die Leute und wird auf dem aufbauen, was wir geschaffen haben."

Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger lief bereits seit einiger Zeit. Domenicali sei laut Carey ein Kandidat gewesen, der sofort ins Auge sprang. Trotzdem wollte Liberty Media einen organisierten Prozess und schaute sich dabei offensichtliche und weniger offensichtliche Kandidaten an.

Das heißt, auch Leute außerhalb der Motorsportwelt wurden in Erwägung gezogen. Denn auch Carey kam einst als Außenstehender in die Formel 1. "Das war manchmal auch ein Vorteil. So konnten wir einen frischen Blick darauf werfen", sagt er.


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Denn während die Vorgänger um Bernie Ecclestone den Sport über Jahrzehnte aufgebaut hätten, hätte es auch ein paar Bereiche gegeben, die weniger Beachtung fanden - digitale Medien etwa. Dem hat sich Liberty Media angenommen und die Formel 1 umgekrempelt. "Jetzt ist es wichtig, dass wir jemanden haben, der sofort loslegen kann und die Herausforderungen angehen kann", so Carey.

Er selbst wird den Italiener noch begleiten und in der Übergangszeit eine helfende Rolle einnehmen. "Ich werde nicht ganz verschwinden", meint Carey. "Am Ende des Tages muss Stefano aber seine eigenen Entscheidungen treffen. Wir haben darüber gesprochen, wo die Prioritäten liegen sollen, und teilen eine Vision, wo es mit der Formel 1 hingehen soll."

Regelmäßig vor Ort sein wird der Amerikaner dann aber nicht mehr. "Ich möchte helfen, aber ich möchte auch nicht im Weg stehen", lacht er. Carey geht zurück in seine Heimat in die USA zu seiner Familie, nachdem er in den vergangenen dreieinhalb Jahren in London gelebt hat.

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