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  • 20.03.2016 · 12:55

  • von Dominik Sharaf & Phil Branagan

Nach Kritik an Nico Rosberg: Lewis Hamilton rudert zurück

Der Weltmeister distanziert sich von der Behauptung, von seinem Teamkollegen abgedrängt worden zu sein: "Da war bei keinem von uns böse Absicht dahinter"

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton hat bezüglich seiner Kritik an Teamkollege Nico Rosberg und dessen Fahrweise beim Start zum Australien-Grand-Prix in Melbourne am Sonntag zurückgerudert. Nach Aussagen vor den TV-Kameras, er sei vom Deutschen in der ersten Kurve "abgedrängt" worden, wollte er von den Kommentaren in der Presserunde kurze darauf nichts mehr wissen. "Habe ich nie behauptet", winkt Hamilton ab und stellt die Situaton anders dar: "Ich bin in Kurve eins zu weit rausgetragen worden."

Nico Rosberg, Lewis Hamilton

Nico Rosberg und Lewis Hamilton können doch noch freundschaftlich Zoom

Fakt ist: Nach einem schlechten Start geriet der Brite auf der äußeren Linie auf den Grünstreifen, woraufhin Rosberg innen durchschlüpfte. Beim Zurückziehen auf die Ideallinie berührte Hamilton mit seinem Frontflügel den Hinterreifen Rosbergs - nur mit Glück fuhren beide Silberpfeile ohne Reparaturstopp weiter. Er hätte "gar nicht genau mitbekommen", was los gewesen sei und aus dem Cockpit nur gesehen, dass sich Rosberg auf der Innenbahn befunden hätte, schildert Hamilton die Sache.

Von Vorsatz, den er noch zuvor angedeutet hatte, will er nichts mehr wissen: "Nico hat im Duell mit Sebastian Vettel spät gebremst und seine Räder haben blockiert. Ich habe mit ihm auf der Innenseite einfach nicht gerechnet", so Hamilton, der anschließend noch drei weitere Konkurrenten ziehen lassen musste und nach einem Start von der Pole-Position fünf Ränge einbüßte. Dem Stallrivalen reicht er indes die Hand: "Da war keine böse Absicht dahinter - bei keinem von uns", ist Hamilton sicher.


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Rosberg hatte schon in der Pressekonferenz zuvor so agrumentiert. "Ich startete auf der schmutzigen Seite und war sicher, dass die Jungs auf der linken Seite besser wegkommen würden. Es wurde eng mit Sebastian", so der Wiesbadener, der im Gegensatz zu Hamilton nur die Ferrari ziehen lassen musste: "Ich habe dann einfach angegriffen, aber Sebastian hat das klasse gemacht. Er bremste auf den letzten Drücker und es gab innen keinen Platz mehr. Ich musste ausweichen", schildert er die Szene.

Einen Vorwurf in Richtung Vettel will auch Rosberg nicht machen und räumt ein, selbst mit harten Bandagen agiert zu haben. Zum Saisonende 2015 kreideten ihm einige Experten die gegenteilige Herangehenswesise an und sprachen ihm die nötige Härte ab, um gegen Hamilton zu bestehen. "Das war in Ordnung. Ich wollte vorne bleiben, war sehr entschlossen. Ich habe spät gebremst, er wohl noch später", so Rosberg.

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