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"Mittlerer Schock": Red Bull 2019 ohne weitere Siegchance?

In Japan schaffte es Red Bull erneut nicht aufs Podium - Max Verstappen glaubt mittlerweile nicht mehr daran, dass er 2019 noch einen weiteren Sieg holen wird

(Motorsport-Total.com) - Vier Rennen verbleiben in der Formel-1-Saison 2019 noch. Und bei Red Bull schwindet nach dem Großen Preis von Japan die Hoffnung, dass man in diesen vier Rennen noch einen weiteren Sieg holen wird. Dabei konnte Max Verstappen den anstehenden Grand Prix in Mexiko 2017 und 2018 jeweils gewinnen. Von einem "Hattrick" träumt der Niederländer aktuell aber nicht.

Charles Leclerc, Max Verstappen

Wurde Red Bull nach der Sommerpause dauerhaft von Ferrari überholt? Zoom

"Man muss realistisch sein. Natürlich waren wir dort in den beiden vergangenen Jahren sehr gut", erinnert er bei einem Termin von Sponsor TAG Heuer. "Aber ich denke, dass wir es in dieser Saison bislang etwas schwerer hatten - auch bei der Balance des Autos. Daher erwarte ich nicht, dass wir das so einfach wiederholen werden", gibt sich Verstappen skeptisch.

Schwer werde es besonders gegen Ferrari, "die dieses Jahr auf den Geraden sehr schnell sind." Auf die Frage, ob er daher in Mexiko bereits mit einem Podium zufrieden sei, antwortet er: "Ja. Besonders, wenn man sich die vergangenen Rennen anschaut." Tatsächlich holte Red Bull seit der Sommerpause in fünf Rennen nur noch einen einzigen Podestplatz. In Singapur wurde Verstappen Dritter.

Podium laut Verstappen überall "das Maximum"

Dabei war der Niederländer vor der Pause noch der Mann der Stunde und holte in vier Rennen drei Podestplätze, darunter zwei Siege. "Man muss den Hut vor Ferrari ziehen. Was auch immer sie über die Sommerpause gemacht haben, dieses Rezept brauchen wir auch", schmunzelt Teamchef Christian Horner bei 'Sky' und erinnert: "Seitdem haben sie einen großartigen Lauf im Qualifying."

Bei allen fünf Rennen seit der Sommerpause stand ein Ferrari-Pilot auf der Pole-Position. "In Ungarn wurden sie noch fast überrundet, und nach der Sommerpause haben sie fünf Poles geholt. Eine unglaubliche Performance von ihnen. Gleichzeitig sind auch wir näher an Mercedes herangekommen - nur Ferrari hat uns beide überholt", grübelt Horner. Deswegen ist es für Red Bull aktuell so schwer, aufs Podium zu fahren.


Q&A mit Max Verstappen und Alexander Albon

Die Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Alexander Albon stellen sich gegenseitig Fan-Fragen Weitere Formel-1-Videos

Helmut Marko machte nie ein Geheimnis daraus, dass er in dieser Saison mindestens fünf Siege holen möchte. Doch aktuell darf man daran zweifeln, dass Red Bull drei der vier noch ausstehenden Rennen gewinnen wird. Verstappen, der in Spielberg und Hockenheim triumphierte, vermutet sogar, dass er 2019 gar nicht mehr auf der obersten Stufe des Treppchens stehen wird.

"Ich denke nicht, dass es in dieser Saison noch eine Strecke gibt, auf der wir einen besonders guten Job machen können", zuckt er die Schultern und erklärt: "Ich glaube, für uns wäre es momentan das Maximum, an jedem Wochenende nah am Podium dran zu sein oder auf dem Podium zu stehen." Denn auch das Honda-Heimspiel in Japan war zuletzt eher eine Enttäuschung für die Bullen.

Marko: Rückstand auf Ferrari "eine Watsche"

"Dass wir hier acht Zehntel auf Ferrari auf den Geraden verlieren, war ein mittlerer Schock", räumt Horner ein, und Helmut Marko erklärt im Hinblick auf die neueste Honda-Ausbaustufe und das ebenfalls neue Benzin, welches weitere Performance bringen sollte: "Wir sind zufrieden mit dem, was es gebracht hat. Aber im Vergleich zu Ferrari ist es natürlich eine Watsche, wenn man acht Zehntel auf der Geraden verliert."

Letztendlich war das Rennen für Verstappen nach der Kollision mit Charles Leclerc bereits in der ersten Runde gelaufen. Teamkollege Alexander Albon feierte als Vierter zwar sein bislang bestes Formel-1-Ergebnis. Mit der Spitze konnte aber auch er nicht mithalten. "Wir waren nah dran, aber wir hatten nicht ganz die Pace. Wir werden uns das anschauen und in Mexiko stärker zurückkommen", erklärt er.


Fotostrecke: Japan: Fahrernoten der Redaktion

"Ich möchte mir nicht zu viel Druck machen, aber historisch waren wir dort immer schnell", gibt er sich im Hinblick auf Mexiko zumindest vorsichtig optimistisch, und Horner erklärt, man habe aus Japan auch "einige positive Dinge" mitnehmen können. "Wir haben noch immer eine Menge Arbeit vor uns. Aber wir wissen, wo wir arbeiten müssen, und wir haben noch einige positive Dinge in der Pipeline", so Horner.

Trotzdem spricht die Statistik auf den vier verbleibenden Strecken - abgesehen von Mexiko - nicht gerade für die Bullen. In Austin, Sao Paulo und Abu Dhabi ist man jeweils seit 2013 sieglos. Den letzten Red-Bull-Sieg holte auf allen drei Strecken noch Sebastian Vettel.

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