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Mexikaner zahlt: Honda angeblich gerettet!

Laut italienischen Medienberichten hat der Mexikaner Carlos Slim das Honda-Team gekauft - Jenson Button und Bruno Senna sollen fahren

(Motorsport-Total.com) - Der mexikanische Milliardär Carlos Slim hat angeblich das Honda-Team gekauft. Das berichtet die italienische Zeitung 'La Stampa'. Demnach sei man sich in der vergangenen Woche bezüglich der Übernahme einig geworden, allerdings müssten bis zur offiziellen Verkündung noch kleinere Details geklärt werden. Zwei Dinge stünden jedoch bereits fest: Das Team sei gerettet und Jenson Button und Bruno Senna als Piloten für 2009 fest eingeplant.

Honda Logo im Regen

Sollte der Deal unter Dach und Fach sein, könnten die Honda-Tränen trocknen

Sollte sich der Bericht der italienischen Zeitung tatsächlich als wahr herausstellen, könnten die über 700 Mitglieder des bisherigen Honda-Rennstalls aufatmen. Der Mexikaner Slim gilt als zweitreichster Mann der Welt. Er ist Gründer und Besitzer des in Mittel- und Südamerika sehr erfolgreichen Telekommunikationsunternehmes 'Telmex' (73 Prozent Marktanteil in Lateinamerika) sowie deren Tochtergesellschaften. Über die brasilianische Beteiligung 'Embratel' unterstützt Slim seit einiger Zeit auch Bruno Senna.#w1#

Der mexikanische Geschäftsmann ist bereits in den USA als Sponsor des Ganassi-Teams aufgetreten und hat seine Marken auf diversen GrandAm-Autos präsentiert. Angeblich gab Slim die geforderte Garantie, das Team in der aktuellen Form mindestens drei Jahre lang weiter zu betreiben. Der Kaufpreis soll bei einem (symbolischen) US-Dollar gelegen haben. Unbestätigten Angaben zufolge soll der Mexikaner die Mannschaft mit rund 300 Millionen Dollar jährlich finanzieren.

Auf der Liste der Interessenten hatten auch einige weitere Namen gestanden. Vijay Mallya soll angeblich an einer Übernahme interessiert gewesen sein. Doch laut 'La Stampa' hatte man wohl seitens der Teamleitung Bedenken. Angeblich befürchtete man, der Force-India-Besitzer wollte sich nur die Technologie-Rosinen aus dem Honda-Kuchen picken und das Team dann fallen lassen. Prodrive-Chef David Richards hat womöglich mit der Finanzierung seines Aston-Martin-Auftritts genug Sorgen und vom griechischen Reeder Achilleas Kallakis war lange nichts mehr zu hören.

Sollte der Deal tatsächlich zustande gekommen sein, bleiben noch einige offene Fragen bezüglich der kommenden Saison. Bislang ist noch völlig unklar, ob die Führungsriege um Geschäftsführer Nick Fry und Teamchef Ross Brawn weitermachen wird. Außerdem wurde bisher nicht bekannt, unter welchem Namen des Team in Zukunft antreten will. Aus den Werkshallen in Brackley hieß es zuletzt immer wieder, dass man den Bau des neuen Fahrzeugs ungebremst vorantreibe.