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Auftakt in Austin: Zwei Mercedes vor Button

McLaren bei wenig Grip stärker als erwartet, aber Mercedes trotzdem tonangebend - Lewis Hamilton stellt in den USA gegen Nico Rosberg auf 1:0

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton, Austin-Premierensieger von 2012, sicherte sich im ersten Freien Training zum Grand Prix der USA (Formel 1 live im Ticker) die Bestzeit. Der Mercedes-Pilot meisterte den Circuit of The Americas in Texas in der schnellsten seiner 28 Runden in 1:39.941 Minuten und blieb damit um 0,292 Sekunden vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Auch wenn das am Freitagmorgen noch nicht viel bedeuten muss, so ist es doch ein erster Indikator, dass Hamilton seine Topform aus Russland in die USA mitgenommen hat.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton und Mercedes sind Favoriten auf den Sieg beim US-Grand-Prix Zoom

Mercedes befindet sich also erwartungsgemäß in der Favoritenrolle, doch zu Beginn der Session gab zunächst das Kundenteam McLaren den Ton an. Phasenweise lagen Jenson Button (3./+0,378) und Kevin Magnussen (5./+1,046) bis zu eine Sekunde vor dem Rest der Welt, ehe die Werks-Silberpfeile ihr Potenzial aufdeckten. Für Experte Marc Surer keine Überraschung: "Wenn es keinen Grip hat, funktioniert der McLaren hervorragend", analysiert er.

"Leider wird dieser Vorteil mit mehr Grip wieder schwinden. Aber wenn alle Grip-Probleme haben, wie im vergangenen Jahr, dann könnte der McLaren da vorne absolut eine Rolle spielen", glaubt Surer. "In Sotschi war das der Fall - da haben sie auch am Sonntag nicht schlecht ausgesehen. Wenn es hier rutschig bleibt übers Wochenende, wenn nicht wirklich viel Grip kommt, dann könnte McLaren genau diese Eigenschaft ausspielen und neben Mercedes und Williams mitmischen."

Keine Rolle spielte der (rein rechnerisch betrachtet) einzige Titelrivale von Hamilton und Rosberg, Daniel Ricciardo (+2,657). Der Red-Bull-Pilot musste schon nach fünf Runden mit Verdacht auf ERS-Defekt abstellen und fiel so bis auf den 17. Platz zurück. Damit war er heute übrigens Vorletzter vor Romain Grosjean (Lotus/+3,288), denn Marussia und Caterham sind in Austin aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht am Start.

Aufzeigen konnte Toro-Rosso-Junior Daniil Kwjat (+0,946) als Vierter. Damit stellte der Russe gegen Freitagstester Max Verstappen (10./+1,844) klare Verhältnisse her. Mit Felipe Nasr (8./+1,604) war ein zweiter Freitagsfahrer im Einsatz - der Williams-Brasilianer war im Gegensatz zu Verstappen aber schneller als sein Teamkollege. Fernando Alonso (Ferrari/+1,124) wurde Sechster, Vorjahressieger Sebastian Vettel (Red Bull/+1,522) Siebter.

Die Session verlief (obwohl es anfangs nach nächtlichem Regen noch vereinzelt feuchte Stellen gab) ohne nennenswerte Zwischenfälle. So erregten die Updates und ein merkwürdiger Sensor bei Ferrari mehr Aufmerksamkeit als die Zeitenjagd, ebenso wie die neue Nase am Lotus, die sehr stark an das Mercedes-Design erinnert. Nur in Kurve 19 gab es ein paar harmlose Ausrutscher. Surer: "Eine eklige Kurve, wo man ins Rutschen kommt, und das ist auch einigen passiert."

Zum Beispiel Adrian Sutil (Sauber/+2,392), der am Ende 14. wurde; Landsmann Nico Hülkenberg (9./Force India/+1,781) klagte zwar zwischendurch über Bremsprobleme, schaffte aber trotzdem den Sprung in die Top 10. Und Kimi Räikkönen (12./2,024) ließ sich beim Hereinfahren an die Box nach Ablauf der Zeit so sehr von einem Lotus irritieren, dass er die Ferrari-Garage offensichtlich übersah und mitten in der Boxengasse stehenbleiben musste...

Beendet wurde die 90-minütige Session übrigens mit einem kurzen Test des neuen Doppel-Gelb-Systems, manchmal als "virtuelles Safety-Car bezeichnet". Dabei wurde den Fahrern auf der Strecke eine Maximalgeschwindigkeit vorgegeben, die sie nicht überschreiten durften - also so, als wäre ein Safety-Car draußen, ohne dass das aber tatsächlich der Fall war. Dabei handelt es sich um eine Sicherheitsreaktion auf den Unfall von Jules Bianchi in Suzuka.

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