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  • 17.03.2013 · 12:28

  • von Stefan Ziegler

"Mein erstes Formel-1-Rennen"

Fünf Formel-1-Neulinge, fünf Zielankünfte, fünf zufriedene Gesichter: Welche Eindrücke die Debütanten beim Melbourne-Rennen gesammelt haben

(Motorsport-Total.com) - Was ist es wohl für ein Gefühl, zum ersten Mal in einen Formel-1-Grand-Prix zu starten? Diese Frage können nun weitere fünf Rennfahrer für sich beantworten, denn beim Großen Preis von Australien war ein Quintett an Neulingen mit von der Partie. Und sie alle meisterten nicht nur die heikle erste Kurve, sondern sahen nach 58 Runden im Albert Park von Melbourne auch geschlossen die Zielflagge.

Fahrerfoto

Nach dem Gruppenbild wurde es ernst für die fünf Neulinge im Formel-1-Starterfeld Zoom

Letzteres war auch das erklärte Ziel der Formel-1-Debütanten gewesen, wie Esteban Gutierrez (Sauber) bekräftigt. "Ich wollte einfach das Rennen zu Ende fahren. Das zu erreichen, ist ein fantastisches Gefühl", meint der junge Mexikaner. Er erzielte übrigens die beste Platzierung der fünf Neulinge, indem er den Großen Preis von Australien mit einer Runde Rückstand als 13. beendete.

Nur sieben Sekunden hinter Gutierrez fuhr Valtteri Bottas (Williams) über den Zielstrich. "Ich habe den Grand Prix beendet und das ist positiv", sagt der Finne. "Ich hatte keine großen Fehler drin, nur einen Verbremser. Das hatte aber keinen großen Einfluss auf unsere Endposition. Alle Rennsituationen waren mehr oder weniger okay. Ich denke, von meiner Seite war es ein ziemlich positives Rennen."

Viel gelernt und gestaunt beim Formel-1-Debüt

Jules Bianchi (Marussia), der auf Rang 15 ankam, klingt sogar noch zufriedener: "Ich habe vieles über das Auto gelernt und verfüge nun über deutlich mehr Erfahrung als zuvor. Ich denke, beim nächsten Rennen werde ich schon mehr Selbstvertrauen haben." Und, das betont der Franzose, das Live-Erlebnis sei etwas Besonderes und nicht mit Testarbeit oder der Rolle als dritter Fahrer zu vergleichen.

"Ich war gut vorbereitet, doch das ist etwas völlig Anderes als eine Qualifikation oder ein Rennen", meint Bianchi. Weshalb er einige interessante Beobachtungen gemacht hat: "Es haben sich schon viele Automatismen eingestellt. Alles geht mir jetzt ein wenig leichter von der Hand. Im ersten Stint habe ich aber vielleicht zu viel Druck gemacht. Da kann ich mich möglicherweise noch steigern."

Ganz neue Eindrücke hat auch Max Chilton (Marussia) auf Position 17 gemacht. Dass schnellere Fahrzeuge von hinten heranrücken, um die "Hinterbänkler" zu überrunden, hatte er zuvor nicht in dieser Form erlebt, meint er. "Jedes Mal, wenn ich meinerseits jemanden überholen wollte, erhielt ich blaue Flaggen. Ich schätze aber, nun muss ich mich daran gewöhnen", erklärt der junge Brite.


Fotos: Großer Preis von Australien


Die Momente vor dem Start ins Rennen werden ihm wohl ebenfalls in Erinnerung bleiben. "Es war ein tolles Gefühl, als die Ampeln ausgingen", sagt Chilton, während Giedo van der Garde (Caterham) die gesamte Lernerfahrung schätzt. "Diesbezüglich war der Tag wirklich prima. Ich fühle mich auch körperlich gut", meint der Niederländer. "Wichtig war natürlich hauptsächlich, ins Ziel zu kommen."

Diese Aufgabe hat van der Garde, genau wie seine Debütanten-Kollegen, erfolgreich gemeistert. Wenn auch als 18. und damit Letzter. Doch das war dem Caterham-Piloten direkt nach der Ankunft im Parc Fermé ziemlich egal. "Ich bin einfach nur glücklich darüber, wie es gelaufen ist. Alles in Allem war es eine gute Erfahrung", meint van der Garde. Und das Beste: Schon in sieben Tagen ist wieder ein Rennen...

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