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Mehrstufen-Plan: Alfa Romeo plant "großes Update" für Silverstone

Nach der Rückkehr in die Punkteränge kündigt Alfa-Romeo-Teamchef Vasseur mehrere Updates für die kommenden vier Rennen an, will aber nichts überstürzen

(Motorsport-Total.com) - Mit Platz sieben am vergangenen Wochenende beim Grand Prix von Frankreich in Le Castellet hat Kimi Räikkönen das bislang beste Saisonergebnis für sich und Alfa Romeo wiederholt. Beim zweiten Saisonrennen, dem Grand Prix von Bahrain, war der Fahrer mit der Startnummer 7 ebenfalls Siebter geworden.

Kimi Räikkönen

P7 für die 7: In Le Castellet fuhr Kimi Räikkönen erstmals seit Baku in die Punkte Zoom

Dass dem "Iceman" dies sechs Rennen später wieder gelungen ist, lag nicht zuletzt daran, dass Renault-Pilot Daniel Ricciardo aufgrund doppelter Bestrafung für sein Verhalten im Zweikampf mit Räikkönen von P7 noch bis auf P11 im Endergebnis zurückgestuft wurde.

Zuvor war Alfa Romeo bei drei Rennen in Folge - Spanien, Monaco und Kanada - punktelos geblieben. Mit P7 für Räikkönen beim Frankreich-Grand-Prix aber ist der in der Schweiz ansässige Rennstall in der Konstrukteurswertung wieder an Toro Rosso und Haas vorbeigezogen und damit in dieser Wertung wieder auf den siebten Rang nach vorn gerückt.

Vasseur glaubt: Reifenprobleme noch nicht gelöst

Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur mahnt allerdings, dass man die Reifenprobleme, die während der vergangenen Wochen für einen Rückfall ins hintere Mittelfeld gesorgt hatten, noch nicht gänzlich behoben hat. Zwar gibt es einen mehrstufigen Update-Plan für den C38, wovon ein "großes Update" für den Grand Prix von Großbritannien am 14. Juli in Silverstone kommen soll. Doch gleichzeitig mahnt Vasseur, nichts zu überstürzen.

"Manchmal hat man an einem Sonntagabend das Gefühl, man sei schlauer geworden. Am nächsten Freitag ist man dann aber wieder nirgendwo", sinniert Vasseur im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und stellt heraus: "Wir müssen ruhig bleiben, müssen alles vernünftig analysieren und das Ganze bedacht angehen. Ich bin mir jedenfalls nicht sicher, ob wir all unsere Fragen in Bezug auf die Reifen schon geklärt haben."

Frederic Vasseur

Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur will mit Bedacht agieren Zoom

"Wir erwarten für die kommenden Rennen ein paar Updates - ein kleines in Österreich [Spielberg] und ein großes in Silverstone. Dann wird es in Deutschland [Hockenheim] wieder ein kleines geben und in Budapest wieder ein großes", skizziert der Alfa-Romeo-Teamchef die geplante Marschrichtung bis zur Sommerpause.

In seiner Rückschau auf Räikkönens siebten Platz in Le Castellet sagt Vasseur: "Das war eine Genugtuung für das Team, denn es ist ja nicht so, dass man sich außerhalb der Punkteränge nicht anstrengen würde. Manchmal war das schon frustrierend, weil das Tempo eigentlich gestimmt hatte, wir aber Fehler gemacht haben. Dass wir es mal wieder [in die Punkte] geschafft haben, war eine schöne Belohnung für die Anstrengungen."

Lob für Räikkönen - Aufmunterung für Giovinazzi

"Kimi fuhr ein sehr starkes Rennen", lobt der Alfa-Romeo-Teamchef seinen Nummer-1-Fahrer und erinnert sich an die Details: "Zwischen ihm und den beiden Renault ging es von der ersten Runde bis zur letzten Kurve eng zu. Die Pace war da. Gasly war in dieser Gruppe langsamer als wir und am Schluss waren wir sogar in der Lage, auf Sainz und Norris aufzuholen. Es war schön, es mal wieder in die Punkteränge geschafft zu haben."

Antonio Giovinazzi

Antonio Giovinazzi war mit den Soft-Reifen beim Frankreich-GP im Nachteil Zoom

Doch nicht nur für die Leistung Räikkönens, sondern auch für jene von Teamkollege Antonio Giovinazzi findet Vasseur in seiner Frankreich-Rückschau lobende Worte: "Mit den Soft-Reifen zu starten, war schwierig, denn somit fuhr er früh im Rennen 'out of sequence'. Das Positive war aber, dass er es ins Q3 geschafft hat. Wenn er sich im Qualifying weiter so stark präsentiert, wird der nächste Schritt von ganz allein kommen."

"Auf P9 und P10 war es mit den Soft-Reifen wohl am schwierigsten überhaupt. Das wird aber nicht immer so sein. Wenn er es künftig mit den gleichen Reifen wie die anderen ins Q3 schafft, sieht es gut aus", so der Alfa-Romeo-Teamchef über den Formel-1-Rookie aus Italien.

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