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McLaren verpasst zweite Startreihe: "Das Auto war nicht mehr das gleiche"

McLaren hadert nach einem starken dritten Training mit den Bedingungen - Während Carlos Sainz Platz drei nachtrauert, hatte Lando Norris in Q3 einen Nachteil

(Motorsport-Total.com) - Mit den Rängen sechs und acht konnte McLaren im Qualifying von Sotschi (Formel 1 2020 live im Ticker) einigermaßen zufrieden sein. Der Rennstall bekam beide Autos in Q3 und konnte einige der Hauptkonkurrenten schlagen. Allerdings hätte es nach Ansicht der Piloten auch noch etwas weiter nach vorne gehen können - vor allem nach den Eindrücken des dritten Trainings.

Carlos Sainz, Esteban Ocon

Carlos Sainz hätte Renault gerne auch im Qualifying geschlagen Zoom

Dort war Carlos Sainz nämlich die drittschnellste Zeit gefahren, das war im Qualifying dann für ihn nicht mehr möglich. Verantwortlich macht er dafür vor allem die veränderten Bedingungen. "Als ich rausgefahren bin, habe ich gemerkt, dass das Auto nicht mehr das gleiche ist", sagt der Spanier. Denn Wolken waren aufgezogen und der Wind hatte zugenommen.

Vor allem in den Kurven 2 und 5 herrschte plötzlich ziemlicher Rückenwind - ein Schwachpunkt des McLaren. "Wir wussten, dass wir da ein paar Probleme mehr haben werden", sagt Sainz. "Wir mussten kämpfen und unsere Erwartungen etwas zurückschrauben."

Sainz hadert: "Wären die Bedingungen gleich geblieben ..."

Denn nach FT3 hatte man noch erwartet, das Feld hinter Mercedes im Griff zu haben. "Aber wir wussten, dass Racing Point und Renault immer noch etwas mehr in der Hinterhand haben als wir", meint er weiter. "Definitiv sieht es so aus, als hätten Renault und Racing Point in den vergangenen Rennen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht."

In Q3 gelang Sainz nach eigener Aussage eine gute Runde, dennoch musste er sich etwa Sergio Perez und Daniel Ricciardo geschlagen geben. "Ich glaube: Wären die Bedingungen wie in FT3 gewesen, hätten wir vor ihnen landen können, aber das Auto war nicht mehr das gleiche", so der Spanier.

Teamkollege Lando Norris kämpfte derweil mit anderen Problemen. Der Brite hatte zwar die neue Nase, aber auch um drei Zehntelsekunden das Nachsehen. "Es war ordentlich. Nicht perfekt", analysiert er. "Eine Position hätte es besser sein können. Meine Runden waren nicht so sauber wie erhofft."

Norris: Ein neuer Reifensatz fehlt in Q3

Von Nachteil war für ihn auch, dass er in Q3 einen neuen Reifensatz weniger hatte als die Konkurrenz. Denn weil er in Q1 einen Satz zusätzlich verwenden musste, fehlte ihm dieser am Ende. "Aber so ist das manchmal", sagt Norris.

Die neue Nase will er dabei nicht überbewerten: "Es ist nicht wie ein großes Upgrade, es ist nur etwas anders", so der Brite. "Es ist Teil eines größeren Upgrades und macht nicht viel, bis die nächsten Teile kommen." Teamkollege Sainz hätte das Bauteil trotzdem gerne gehabt: "Das ist nicht meine Entscheidung, sondern die des Teams", sagt er.

"Wir wollen das Auto natürlich so gut es geht verbessern, aber bei so einem engen Kalender kommen die Teile nicht einfach zur gleichen Zeit", erklärt er. "Wir wechseln uns immer ab, welcher Fahrer was bekommt. Lando ist dran mit der neuen Nase und dem neuen Frontflügel, das muss ich natürlich akzeptieren."

Seidl: "Wir sind happy"

Für Teamchef Andreas Seidl muss am Ende das Ergebnis stimmen, und das habe es in Sotschi bislang: "Ja, wir sind happy, weil die Autos wieder in Q3 waren, nachdem wir in Mugello ja Schwierigkeiten hatten", sagt er. "Wir haben einen sehr engen Kampf erwartet mit Renault und Racing Point. Den haben wir auch gesehen."

"Es ist gut, dass wir beide Autos ins Q3 gestellt haben und natürlich ist das eine gute Ausgangsposition für morgen, um wieder um Punkte zu kämpfen", so Seidl weiter. Für das Rennen rechnen sich die beiden Piloten aber nicht unbedingt gute Chancen aus, nach vorne zu kommen: "Ich glaube, die Renaults sind definitiv etwas schneller als wir", sagt Norris.

"Daniel war das ganze Wochenende über schneller als wir. Ich erwarte, dass sie schnell sein werden. Ihre Rennpace war sehr schnell. Das Gleiche gilt für Perez, der das ganze Jahr über schnell ist. Ich denke, wir können Leute hinter uns halten, aber es wird nicht einfach werden, viel weiter nach vorne zu kommen."

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