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Max Verstappen: Portimao war kein gutes Wochenende für Red Bull

Obwohl er in Portimao nur Zweiter wurde, ist Max Verstappen mit dem Ergebnis zufrieden - Das Wochenende sei insgesamt "seltsam" für Red Bull gewesen

(Motorsport-Total.com) - "Ich bin zufrieden. Ich habe alles versucht", resümiert Max Verstappen nach dem Großen Preis von Portugal. Der Niederländer beendete das Rennen auf Rang zwei hinter Lewis Hamilton - und viel mehr wäre wohl auch nicht drin gewesen. Denn laut Verstappen war Portimao ein "seltsames Wochenende" für ihn und Red Bull.

Lewis Hamilton, Max Verstappen

Obwohl das Wochenende nicht gut war, wurde Max Verstappen Zweiter Zoom

"Wir waren am ganzen Wochenende nicht wirklich zufrieden mit dem generellen Grip und dem Auto. Vergangenes Jahr war es ein sehr schwieriges Wochenende für uns, und es sieht so aus, dass [die Strecke] für uns noch immer nicht toll ist", erklärt Verstappen, der 2020 an gleicher Stelle Dritter hinter den Mercedes-Piloten geworden war.

2021 lief es mit Rang zwei bereits besser, und es kann durchaus als positives Zeichen gesehen werden, dass die Bullen 2021 selbst an einem eher schlechten Wochenende in der Lage sind, zumindest einen Mercedes zu schlagen. Wohl auch deshalb erklärt Verstappen, dass er "ziemlich zufrieden" mit Rang zwei sei.

Überholmanöver gegen Hamilton das Highlight

Sein Start sei zunächst nicht so gut gewesen, aber: "Ich hatte einen guten Neustart", erinnert der Niederländer an das Manöver unmittelbar nach dem Ende der Safety-Car-Phase, bei dem er Hamilton im Kampf um Rang zwei überholte. "Es war in Kurve 1 ein guter Kampf mit Lewis", erinnert sich Verstappen.

"Ich habe es auch geschafft, auf dem Randstein zu bleiben, und ich musste die Position nicht wie in Bahrain zurückgeben", merkt Verstappen mit einem gewissen Augenzwinkern an. Denn auch in Portimao hatte er wieder Ärger mit den Tracklimits. Unter anderem wurde ihm deswegen die schnellsten Zeit im Qualifying gestrichen.


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Weiter nach vorne ging es nach dem Überholmanöver gegen Hamilton allerdings zunächst nicht. "Ich habe versucht, Valtteri [Bottas] zu attackieren, aber in den letzten beiden Kurven kam ich nie nah genug heran", berichtet er und erklärt, dass es am Sonntag "super eng" zwischen den Top 3 gewesen sei.

Er habe gepusht und dabei "einen kleinen Wackler" gehabt. Der reichte Hamilton aus, um wieder zurück auf Platz zwei zu kommen. "Dann hat Lewis Valtteri unter Druck gesetzt, und ich konnte nicht nah genug an Lewis dran bleiben, um auch DRS zu haben", berichtet Verstappen, der später wieder hinter Bottas feststeckte.

Verstappen: Duelle haben Spaß gemacht

Den Finnen konnte er nach den Boxenstopps überholen, womit er wieder auf Rang zwei hinter dem inzwischen führenden Hamilton lag. Den konnte er allerdings nicht mehr einholen. Trotzdem, so Verstappen, habe das Rennen Spaß gemacht. "Es waren gute Kämpfe auf der Strecke - auch mit Valtteri nach dem Boxenstopp", berichtet er.


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"Es fühlt sich etwas mehr an wie ... nicht Vollgas-Racing, aber wenigstens etwas mehr, als die ganze Zeit die Reifen zu schonen. Das war schön", so Verstappen in Anspielung auf die Pneus, die es den Piloten am Wochenende ermöglichten, etwas mehr zu pushen. Doch wie ist es nun um das Kräfteverhältnis zwischen Mercedes und Red Bull bestellt?

"Es ist etwas schwierig zu beurteilen", grübelt Verstappen und erklärt: "Ich warte lieber noch bis Barcelona, um zu sehen, wie die Entwicklung vom Saisonbeginn bis zu dieser Strecke aussieht." Denn einige vermuten, dass Portimao aus Red-Bull-Sicht nur ein negativer Ausreißer gewesen sein könnte.

Hat Red Bull Performance verloren?

Auch Rennsieger Hamilton grübelt: "Ich habe den Eindruck, dass Red Bull an diesem Wochenende vielleicht etwas Performance verloren hat. Denn ich denke nicht, dass wir uns verbessert haben." Für Verstappen spielt das ohnehin keine Rolle. Er erklärt: "Es ist klar, dass wir uns noch immer verbessern und es besser machen müssen."

"Denn wir sollten auf jeder einzelnen Strecke und bei allen Bedingungen die Schnellsten sein", fordert der Niederländer. Gleichzeitig ist ihm aber auch klar, dass er nicht jedes Rennen gewinnen muss, um am Ende Weltmeister zu werden. "Es ist eine lange Saison, und wir können uns keine Ausfälle oder dummen Fehler leisten", erklärt er.


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Auch deswegen dürfte er mit Rang zwei in Portugal zufrieden sein. In der WM liegt nach den ersten drei Rennen lediglich acht Zähler hinter Hamilton. Das könnte sich bereits am kommenden Wochenende in Barcelona umdrehen. "Max hat absolut alles aus dem Red Bull herausgeholt", lobt auch der Weltmeister selbst seinen Rivalen.

"Ich denke, so wird es für den Rest der Saison sein. Ich glaube, sie könnte unglaublich aufregend werden", erklärt Hamilton, laut dem der Druck in diesem Jahr "enorm" sei. Der Weltmeister ist sich sicher, dass mit Red Bull in dieser Saison zu rechnen ist - auch an eher schlechten Wochenenden wie in Portugal.

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