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Max Verstappen hofft: Mit besseren Reifen zu besserem Fahrverhalten

Max Verstappen sieht aufgrund des Gewichts und der neuen Reifen einige Probleme im Fahrverhalten der neuen Autos und hofft, dass Pirelli 2023 Abhilfe schaffen wird

(Motorsport-Total.com) - Das neue Formel-1-Auto für 2022 hat auch ein neues Fahrverhalten mit sich gebracht. Viele Fahrer haben angemerkt, dass die neue Fahrzeuggeneration zum Untersteuern neigt und etwas träge auf der Vorderachse ist. Das war auch bei Max Verstappen und Red Bull der Fall. Doch die Bullen haben mit einigen Updates versucht, diesem Problem entgegenzuwirken - mit Erfolg.

Max Verstappen (Red Bull RB18) beim Formel-1-Rennen in Budapest 2022

Max Verstappen stellt in der Kurvenmitte einiges an Untersteuern fest Zoom

"Ich glaube, es ist ein bisschen besser geworden", sagt der Weltmeister und macht vor allem die neuen Reifen von Pirelli dafür verantwortlich. Seit dieser Saison setzt die Formel 1 auf neue 18-Zoll-Reifen mit einem niedrigeren Querschnitt und steiferen Seitenwänden, was zum veränderten Fahrverhalten führt.

Doch Verstappen hat Verständnis, dass nicht alles immer so sein kann, wie es für die Fahrer perfekt wäre. Dafür war die Sachlage für Pirelli vor der großen Regeländerung zu unklar: "Sie müssen natürlich einen Reifen bringen und wissen gar nicht, wie viel Abtrieb wir haben werden. Und mit dem größeren Gewicht ist es für Pirelli schwierig zu wissen, was sie erwarten können oder was sie bekommen."

Schon beim Saisonauftakt in Bahrain war für Verstappen zu spüren, dass das Auto in der Mitte der Kurve etwas aufmacht und nach außen schiebt. "Das kommt wohl vom Gewicht des Autos und der Struktur der Reifen und ist nicht ideal", sagt er. "Aber darum müssen wir als Teams um dieses Problem herumarbeiten und versuchen, dass das Auto etwas besser lenkt."


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"Wir verbessern das Auto, trotzdem gibt es immer noch Einschränkungen, mit denen wir umgehen müssen", sagt er weiter. "Du musst einfach versuchen, etwas mehr Rotation in das Auto zu bekommen."

Der Niederländer hofft aber, dass auch seitens Pirelli daran gearbeitet wird, sodass die Italiener im kommenden Jahr ein neues Produkt liefern, das Abhilfe schafft. Zumindest plant der Hersteller für 2023, einen neuen, stärkeren Vorderreifen zu bringen.

Könnten die Autos also noch einmal deutlich schneller sein, wenn es die Einschränkung nicht gäbe? "Ja und nein", sagt Verstappen. "Natürlich könnten wir die Kurven mit einem stärkeren Vorderreifen noch einmal besser attackieren, aber auf der anderen Seite sorgt das Gewicht für eine Grenze, wie viel man in den langsamen Kurven gewinnen kann", so der Red-Bull-Pilot.