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  • 21.11.2010 · 11:44

Mateschitz: "Wir würden ihn ziehen lassen..."

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz würde Sebastian Vettel im Notfall keine Steine in den Weg legen - Saison 2011: "Weltmeisterbonus alleine reicht nicht"

(Motorsport-Total.com/SID) - Konzernchef Dietrich Mateschitz will Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel noch lange bei Red Bull halten, würde ihm im Falle eines nicht konkurrenzfähigen Autos aber sogar trotz Vertrages freigeben. "Solange wir ihm ein Auto geben, mit dem er gewinnen kann, wird er bei Red Bull fahren. Wenn nicht, würden wir ihn ziehen lassen, selbst wenn er gebunden wäre", sagt Mateschitz in Interviews mit der 'Welt am Sonntag' und der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung'.

Dietrich Mateschitz (Red Bull-Boss), Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hat die Motorsportträume von Dietrich Mateschitz erfüllt

Zudem bestätigt der 66-Jährige, dass auch der WM-Titel Vettel im nächsten Jahr nicht zur automatischen Nummer eins im Team machen wird. "Mark Webber und er werden auch künftig gleichberechtigt sein", sagt Mateschitz. "Sebastian muss seine Stärke im nächsten Jahr wieder beweisen. Und der Weltmeisterbonus alleine wird dazu nicht reichen."

Befragt nach dem sportlichen Potenzial und dem Charakter des jungen Deutschen gerät Mateschitz ins Schwärmen. "Dass Sebastian eine Ausnahmepersönlichkeit ist, weiß ich, seitdem er bei uns ist. Er hat einen klaren Verstand, wache Augen, er hat Charakter und das, was man herkömmlicherweise als Grundanständigkeit bezeichnet. Man kann ihn also nur mögen", sagt er.

¿pbvin|512|3300||0|1pb¿"Sebastian ist bei uns in über zehn Jahren zu einer herausragenden Führungskraft herangereift. Er ist in vielen Teilbereichen ein bisschen besser. Er kann Menschen für eine Sache faszinieren und motivieren. Er hat keine Probleme damit, eigene Fehler zuzugeben. Und wenn seinem Team ein Fehler unterläuft, hat er keine Scheu, das anzusprechen. Diese Offenheit bringt das Team voran", so der Österreicher.

Neben den Piloten werden nach Angaben von Mateschitz auch alle leitenden Angestellten von der Konkurrenz umworben. "Aus den oberen Ebenen hat jeder mindestens ein Angebot erhalten", berichtet der Milliardär. "Aber ich habe von niemandem gehört, der einen Weggang erwogen hätte. Und jetzt erst recht nicht mehr. Das Dream-Team, so könnte man es nennen, wird zusammenbleiben."