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Marko über Alonso-Verhandlungen 2008: "Sehr mühsam"

Steht sich Fernando Alonso meist selbst im Weg? Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko offenbart, wieso die Verhandlungen im Jahr 2008 scheiterten

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Aussteiger Fernando Alonso haftet der Ruf an, sich strategisch oft selbst im Weg zu stehen. Ein Vorwurf, der durch die Aussagen von Red-Bull-Motorsportkonsulent Hemut Marko erhärtet wird. "Wir haben einmal - ich glaube es war 2007 oder 2008 - mit ihm verhandelt", verweist der Österreicher gegenüber 'ServusTV' auf die Suche nach einem Nachfolger für David Coulthard. Dabei habe es aber Differenzen gegeben: "Das war schon sehr mühsam, was er da für Forderungen gestellt hat."

Fernando Alonso

Verpokert: Fernando Alonso hatte 2008 im Red-Bull-Poker kein glückliches Händchen Zoom

Und genau deshalb sei der nunmehrige Formel-1-Aussteiger bis heute kein optimaler Kandidat für Red Bull, auch wenn er bis heute behauptet, in diesem Jahr mehrere Angebote erhalten zu haben. "Alonso ist als Fahrer sicher absolut top, aber er passt einfach nicht in unser Gefüge hinein" meint Marko. "Wenn man sich seine Historie anschaut - bei McLaren, bei Ferrari: Er war immer das Wichtigste, das war eine One-Man-Show. Das passt bei uns nicht, außerdem haben wir unser Juniorprogramm und bringen unsere eigenen Leute."

Ein weiterer Grund, warum der Deal für 2009 mit Alonso nicht zustande kam: Der zweimalige Weltmeister wollte sich nach dem bitteren McLaren-Aus und einer mäßigen Saison bei Renault nur ein Jahr an Red Bull binden, während Red Bull zumindest einen Zweijahresvertrag als Bedingung stellte. Teamchef Christian Horner und Marko waren damals der Ansicht, Alonso habe für 2009 bereits einen Vertrag mit Ferrari in der Tasche, doch das stellte sich als falsch heraus, als dieser erst 2010 nach Maranello wechselte.

Dennoch muss sich Alonso im Nachhinein auch diese Entscheidung vorwerfen, denn Red Bull nutzte die Reglementrevolution 2009 zu einer von 2010 bis 2013 andauernden Dominanz, die Sebastian Vettel zu vier WM-Titeln in Serie nutzte. Der Red-Bull-Junior war damals statt Alonso als Nachfolger Coulthards auserkoren worden.

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