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  • 30.07.2016 · 18:51

  • von Gerald Dirnbeck & Dominik Sharaf

Manor vor Sauber: Wehrlein verpasst Q2 hauchdünn

Pascal Wehrlein kratzt beim Heimrennen an Q2 - Aber im Rennen wird es schwierig, weiter nach vorne zu kommen - Beide Manor in Hockenheim vor dem Sauber-Duo

(Motorsport-Total.com) - Nur um etwas mehr als eine Zehntelsekunde verpasste Pascal Wehrlein beim Heimrennen auf dem Hockenheimring den Einzug ins Q2. "Ich ärgere mich überhaupt nicht. Meine Runde war super", sieht der Deutsche den verpassten Sprung in den zweiten Qualifying-Abschnitt gelassen. Er freut ich mehr über seine eigene Leistung: "Unser Ziel war es, vor Sauber zu stehen. Das haben wir geschafft. Hoffentlich morgen auch." Der Deutsche qualifizierte sich als 18. und startet wegen der Getriebestrafe von Romain Grosjean (Haas) von Platz 17.

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein verpasste in Hockenheim nur knapp den Sprung ins Q2 Zoom

Damit war er nicht nur schneller als die beiden Sauber, sondern auch als sein Manor-Teamkollege Rio Haryanto und Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat. Renault war diesmal nicht in Reichweite, auch wenn es knapp war. "Renault ist derzeit etwas stärker als wir, vor allem im letzten Sektor", analysiert Wehrlein und geht ins Detail: "Uns fehlt etwas Abtrieb. Wir verlieren im letzten Sektor eine halbe Sekunde auf sie." Auf der anderen Seite zählte Manor auf der langen Geraden zu den schnellsten Autos im Feld.

Im Rennen werden WM-Punkte aus eigener Kraft kaum möglich sein. Für Wehrlein geht es darum, sich vor heimischer Kulisse gut in Szene zu setzen. "Wir haben uns im Laufe des Wochenendes gesteigert und ich hoffe, wir können morgen im Rennen noch mehr zeigen. Von Platz 17 können wir etwas tun. Ich werde versuchen, dass mir wieder ein besonderer Start gelingt und ich gleich einige Positionen gutmachen kann. Beim Longrun erwarte ich, dass Renault schneller sein wird als wir. Sie gehen mit dem Reifen deutlich besser um als wir."

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein weiß: WM-Punkte sind aus eigener Kraft kaum möglich Zoom

In Hockenheim kann aber viel passieren, schon mehrmals gab es heftige Startunfälle. "Dadurch, dass die Gerade bis zur ersten Kurve nicht sehr lang ist, kann in der ersten Kurve viel passieren. Hier ist die Kurve relativ schnell und der Anlauf relativ kurz. Mal sehen was passiert", so Wehrlein, der sich kein konkretes Ergebnis vornimmt: "Schwierig. In erster Linie will ich vor Sauber bleiben. Wenn einige ausfallen würden und wir aus eigener Kraft drei, vier Autos überholen, dann wären vielleicht wie in Spielberg WM-Punkte möglich. Mit unserem Auto ist es eigentlich nicht möglich in die Punkte zu fahren."

Teamkollege Haryanto startet von Platz 19. Auch er war schneller als die beiden Sauber. "Ich bin sehr zufrieden. Ich habe mich immer verbessert, wenn ich aus der Garage gefahren bin. Die Zeiten lagen heute eng beisammen", sagt der Indonesier. Auch ihm fehlte nur eine Sekunde auf Platz acht. "Wir haben in jüngster Zeit einige Fortschritte geschafft. Das sieht man. Wir sind vor Sauber und ich bin für den Start in einer besseren Position. Meine Rennpace sieht gut aus. Hoffentlich kann ich ein starkes Rennen zeigen."

Dass Manor nicht mehr das eindeutige Schlusslicht der Formel 1 ist, lässt auch die Euphorie in der Box steigern. Renndirektor Dave Ryan berichtet, wie das ganze Team mitfiebert: "Für Q2 war es unglaublich eng. Wir sind an der Boxenmauer richtig angespannt gewesen und es schien, dass beide Fahrer es schaffen könnten. Am Ende hat nicht viel gefehlt, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden, dass wir vor beiden Sauber stehen. Pascal hat auch einen Toro Rosso geschlagen. Das ganze Team arbeitet seit Monaten hart, um diese Autos auf die Strecke zu bringen. Es wird ein schwieriges Rennen, aber ich glaube, wir können mit den Autos um uns herum kämpfen."

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