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Lotus schafft Stufen-Nase nicht ab

Technikchef James Allison erklärt, warum Lotus 2013 an der gestuften Nase festhält und das passive Doppel-DRS trotz einer Regeländerung nicht aufgeben muss

(Motorsport-Total.com) - Die FIA hat den Teams für 2013 freigestellt, die im vergangenen Jahr wegen einer Regeländerung aufgekommenen abgestuften Nasen mit einer sogenannten "Eitelkeits-Blende" zu überdecken, doch zumindest Lotus macht von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch. Der Grund dafür ist simpel: Eine solche Blende würde den heute in Enstone präsentierten zwar optisch verschönern, aber sich nicht positiv auf die Rundenzeit auswirken - eher im Gegenteil.

Präsentation des Lotus-Renault E21

Die abgestufte Nase bleibt zumindest dem Lotus-Team auch 2013 erhalten Zoom

"Wir haben das noch nicht gemacht, denn die kosmetische Blende würde ein paar Gramm wiegen", erklärt Technikchef James Allison, der bei der Enthüllung des E21 durch Kimi Räikkönen und Romain Grosjean an vorderster Front stehen durfte. "Ein paar Gramm an ein Formel-1-Auto zu schrauben, die nicht notwendig sind, ist uns fremd. Aber wenn wir eine kosmetische Blende finden sollten, die schön aussieht und vor allem ein bisschen Anpressdruck generiert, dann werden wir die natürlich verwenden."

Dafür ist es Lotus offenbar gelungen, eine renntaugliche Version des passiven Doppel-DRS zu entwickeln, das 2012 schon ab Hockenheim getestet, aber nie im Qualifying oder Rennen eingesetzt wurde. "Das ist ein Bereich, an dem wir weiterhin arbeiten", bestätigt Allison. "Durch das passive Umschalten unseres Systems wird es durch die neuen Regeln nicht verboten. Das ist sicher nicht der Stein der Weisen, aber es ist etwas, was uns helfen könnte, Performance als Teil des gesamten Designs zu finden."


Präsentation des Lotus-Renault E21

"Ich kann versichern, dass viel gearbeitet wurde", sagt er über das Projekt E21, hinter dem letztendlich 500 Mitarbeiter stehen. "Das ganze Team hier hat sich für eine lange Zeit mit Leib und Seele diesem Ding verschrieben. Als erster zu präsentieren, ist eine nette Geschichte, denn so haben wir die Möglichkeit, als Erster die Aufmerksamkeit der Medien für uns zu gewinnen und die Aufregung bei den Menschen anzukurbeln. Es wird ein aufregendes Auto."

Dass es sich beim E21 eher um eine Evolution statt um eine Revolution handelt, erklärt Allison indes so: "Die Regeln für 2013 sind denen von 2012 sehr, sehr ähnlich, daher kann man viele Ähnlichkeiten erwarten. Aber wie immer in der Formel 1 steckt der Teufel im Detail. Die Details dieses Autos summieren sich zu einem erheblichen Performance-Gewinn. Es ist eine Mischung: Es stecken neue Ideen drin, aber teilweise haben wir auch seit Jahren bewährte Konzepte weiterentwickelt."

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