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Lob für Max Verstappen: Wie Ayrton Senna 1993 in Donington

Damon Hill vergleicht Max Verstappen mit seinem ehemaligen Teamkollegen Ayrton Senna und verweist auf dessen Meisterstück beim Regenrennen in Donington 1993

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappens lieferte in China eines der bisherigen Highlights der Formel-1-Saison 2017 ab. Der Niederländer ging auf der nassen Piste in Schanghai von Startplatz 16 ins Rennen und war am Ende der ersten Runde schon bis auf Rang acht nach vorne gefahren. Letztendlich landete er als Dritter sogar auf dem Podium. Verstappens Vorstellung wird von mehreren Experten nun bereits mit Ayrton Sennas Husarenritt in Donington anno 1993 verglichen.

Lewis Hamilton, Max Verstappen

Max Verstappen fuhr in Schanghai von Startplatz 16 bis auf das Podium Zoom

Senna ging damals - ebenfalls auf nasser Strecke - von Startplatz vier ins Rennen und lag am Ende des ersten Umlaufs schon in Führung. Das Rennen gewann der Brasilianer am Ende mit mehr als einer Minuten Vorsprung vor dem Rest des Feldes. Sennas ehemaliger Teamkollege Damon Hill zeigt sich bei 'Sky Sports F1' beeindruckt davon, wie Verstappen in China "wie ein heißes Messer durch Butter" durch das Feld fuhr.

"Das ist Senna! Das ist das, was Senna tun würde", schildert der Weltmeister von 1996 seine Gedanken in jenem Moment. Der heute 56-Jährige spricht aus Erfahrung, denn er war damals in Donington selbst auch am Start - und wurde dort eines von Sennas "Opfern" in Runde eins. "Max musste viel mehr Autos überholen als Ayrton in dem Rennen damals", so Hill weiter.

"Er sticht in die Lücken. Er schaut, wo Platz ist - und nicht, wo kein Platz ist", erklärt er die Herangehensweise von Verstappen. Der Niederländer habe einfach einen "Instinkt", der ihm in solchen schwierigen Situation helfe. "Solche Sachen passieren nicht oft", erklärt auch Hills TV-Kollege und DTM-Pilot Paul di Resta, der daran erinnert, dass Verstappen im Regen immer einer der besten Piloten sei.


Fotostrecke: Top 10: Die besten Regenfahrer der Formel 1

Der Schotte führt das auf Verstappens "Selbstvertrauen" und "natürliches Talent" zurück. "Man sieht, dass er ganz entspannt ist", schildert di Resta seine Beobachtungen und ergänzt: "Auch wenn das Auto quer steht, gerät er nicht in Panik. Andere Fahrer haben damit Probleme." Hill stimmt zu und bezeichnet die Kontrolle, die der 19-Jährige über sein Auto hat, als "brillant" und "komplett verrückt".

Ein weiterer Punkt, der di Resta aufgefallen ist: "Er nimmt verschiedene Linien, was merkwürdig ist. Im Kart kann das funktionieren, aber in Rennautos willst du normalerweise immer auf der besten Linie sein." Bei Verstappens Runde in China fällt jedoch auf, dass er teilweise komplett andere Linien wählt als seine Gegner. Red-Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnete seinen Piloten zuletzt bereits als einen der besten Regenfahrer aller Zeiten.

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